Am Strand

Ein Tag am Strand
Dobar Dan, so sagt man hier wenn man aufsteht. Aber keine Sorge., aufgrund der grossen touristischen Durchdringung versteht man auch Buon Giorno, Guten Morgen oder Good Morning.
Wie fängt man einen Urlaubsttag an? Mit Frühstücken – aber womit, wenn man grade angekommen und der Kühlschrank völlig leer ist. Da gibt es nur eines, der Strand muss erstmal warten. Eingekauft wird.
Da wir in der Postjugoslawischen Zeit leben ist das auch absolut kein Thema. Die entsprechenden Einzelhändler haben die Märkte nachhaltig durchsetzt. Heute gehs zu Getro. Da wir Robert dabeihaben ist es mit einem kleinen Einkauf nicht getan.

Stoja Strand

Das Wasser hingegen hat herrliche 24 ° und wir erfrischen uns herzhaft. Aus Erfahrung wird man klug und Robert hat daher keine Brille mehr im Wasser auf, wohingegen ich eine Creme mit SF 30 aufgelegt habe. Nicole hingegen zieht das ehrenwerte Fussbad vor und weicht geschickt den herabfallenden Pinienzapfen aus. Doch irgendwie ist das Wetter unruhig und als es langsam zu tröpfeln beginnt ziehen wir uns zurück ins Haus. Duschen, den Wasserschaden danach beseitigen und ah ja Hurra, Olympia ist ja auch noch. Also lachen wir zu einem Jägermeister in den Fernseher und schauen den Schwimmern zu. Fazit: wir sind fast so gut wie die dt. Schwimmer – KEINE Medaille hätten wir auch gewonnen..

Ich habe die Einzelabrechnung nicht mehr parat, aber es dürfte sich so ähnlich gelesen haben:
2 halbe Ochsen, ein ganzes Schwein, 2 kg Salami, 2 kg Schinken roh, 2 kg Schinken gekocht, 150 l Cola und 5 l Whisk(e)y
Ihm reicht das dann für etwa 3 Tage. Zugegeben, die Wärme könnte mein Erinnerungsvernögen leicht getrübt haben, aber nur leicht. ;-)
Nach diesem short Shopping ziehen wir uns erstmal in die Küche zurück und halten Brotzeit. Ausgiebigst gestärkt, und weil der Tag ohnehin schon halb um ist, beschliessen wir den nahen Strand einer Kontrolle zu unterziehen. Offensichtlich hat sich nicht viel verändert, auch nicht an der Unsitte, mit dem Wagen bis ans Wasser zu fahren, wo das tlw. möglich ist. Banausen halt, ein Zaun täte schon gut

Baden am Strand - Stoja
Resataurant Milan - Pula

Als der Hunger sich nach soviel Sport einstellt, beschliessen wir ins Hotel Milano zu gehen, da beste Haus am Platz, aber immer noch zu bezahlbaren Preisen. Leider hat die Publikumsqualität nachgelassen, der Tisch mit den Russen wirkt nicht vertrauenerweckend und der Geschäftsmann am Nebentisch mit seiner Flamme wirken beide „Billig“. Sind sie auch, als sie bei der Suppe heftig zu schlürfen anfangen und das Glas fest im Catchergriff halten. Die Russen geben sich wenigstens keine Mühe auf Stil zu machen. Wir bestellen uns Entrecote vom Grill mit Kartoffeln und davor eine Suppe und Kupus Salat. Kupus ist Kraut und definitiv eine der lokalen Spezialitäten. Dazu einen schönen Rotwein – Peljesac als kvalitativo vino. Robert trinkt Cola und hält die Gabel wie eine Schaufel. Na ja angepasstes Verhalten halt.......
Nach den Diner und einem kleinen Stück Kuchen (Birne mit Pistazie) passt wirklich kein Bissen mehr rein und mit Mühe schaffen wir die 5 Stockwerke zur Wohnung. Ein kleiner Schluck Jäger noch zum Spülen und ab dafür....... Gute Nacht und morgen holen wir Gold. Gold für Deutschland.

Istrien
Anreise Bootspartie