Anreise

Anreise
Wir hatten grade 4 ½ Wochen USA Urlaub hinter uns und brauchten nochmal eine Runde Entspannung. Ziel war Pula, die südlichste Spitze von Istrien. Im Gepäck hatten wir unser Schlauchboot und Robert als Garant für action. Jedenfalls im Sinne von Chaos und Wahnsinn. Nun denn man würde sehen.
Die Fahrt begann Freitag nachmittags und wir hatten ein neues Auto. Nun neu nicht ganz, ein 8 Jahre alter Hyundai Kombi mit 84.000 km auf dem Buckel, für uns aber neu. Denn wer Robert mitnimmt braucht Platz, den hatten wir also.Dann ging es los, schon nach 35 km das erste Mittelgebirge. Würden wir das schaffen? Aber der Albaufstieg war kein Problem. Keine Angriffe der wilden Naturvölker die dort noch zu Hause sind (auch Älbler genannt).

Plochingen
Karawankentunnel
Blick auf die Alb - Neuffen

Danach konnte es nur noch schlimmer werden. Ein blau weisses Schild verhiess nichts gutes – ab hier regieren Bier und Weisswurscht und der Stoiber Edi.
Aber die Fahrt ging munter voran und nach 3 Stunden und mit einem Pickerl bewaffnet überquerten wir den Walserberg. Österreich lag uns zu Füssen bzw. unter den Reifen. Der geneigte Leser und Kenner der Ostmark weiss, an der Grenze ist Zoll zu bezahlen. Das hat sich auch nach 1.300 Jahren noch nicht geändert. Nachdem der Ursprung der Maut auf Räuberbarone und Grafen zurückgeht, kann man sich die Preise vorstellen. Dazu lassen Sie sich noch Tunnel extra bezahlen. Nun ja genug gejammert, dass der Staat Wegelagerei betreibt ist ja nunmehr bekannt.

Auch dieser Teil verlief wenig spektakulär und nur die rudimentären Klänge aus dem Radio liessen einen merken, dass man im Ausland war.
Nach rund 540 km Adieu Felix Austria und über die Karawanken schwanken. Oder vielmehr darunter hindurch..... Weil man ja heute den Karawankentunnel benutzt. 12 Eur aber man spart Zeit und Nerven. Wenn dann die Beleuchtung dunkel und die Wände schmutziger werden ist man in Slowenien.
Dort wird erstmal getankt und dann geht es rastlos weiter über Ljubljana bis an die slowenisch kroatische Grenze. Robert behauptet er röche den Duft der Heimat, ich finde er röchelt eher nach 5 belegten Brötchen, aber das kann auch täuschen. Ausserdem ist die Nummer nicht neu, das hat er seit 1997.

Kroatien Willkommen
Kupelweiserova - Pula

Ab jetzt geht es langsam. Kroatische Ingenieure sind sehr intelligent. Man hat eine Schnellstrasse durch Istrien gebaut – einspurig ohne jede Überholmöglichkeit (ausser Gegenfahrbahn) auf 90 km. Tagsüber hinter einem LKW oder Womo ist das eine echte Schnellstrasse. Aber heute Nacht geht es flott daher. Und so biegen wir schon um kurz nach 3 in die Kuperweiserova ein. Das ist nichts unsanständiges, nur die Strasse in der die Ferien-Wohnung liegt. Wir tragen noch einen Teil des Gepäcks die 5 Stockwerke hinauf und nach einem Entspannungsbier geht es in die Sauna. So nennt man hier das Schlafzimmer, weil es auch Nachts noch über 30 ° hat.

Gute Nacht und bis morgen.

Istrien
Istrien Strand