Aran Islands

29.08.2006 Aran Islands und grün im Gesicht
Für heute haben wir ein Boot gebucht, oder ein Schiff. Schwer zu sagen wo da die Trennlinie verläuft. Jedenfalls soll uns das Teil auf die bekannten Aran Islands bringen. Die Überfahrt geht aber nicht von Galway (von dort würde es 3 Stunden dauern) sondern von Rossaveal (Ros a´ Mhil). Nach Rossaveal dauert es, weil die Straße schmal und der Verkehr stetig ist. Ausserdem stimmt die Beschilderung wieder nicht. Erst steht Spiddal dran, dann fehlt es wieder. Navigation also nach Gefühl. Das klappt und dort kommen wir gut in der Zeit auf den Parkplatz.

die Aran Ferries

Aber es schwankt auch ordentlich, Problem ist, wir fahren parallel zu den Wellen. Das merkt auch Nicole, und bevor schlimmeres passiert nimmt sie lieber eine Reisetablette ein. Das bessert das Ganze ein wenig. Aber irgendwie wartet man darauf, dass dieses Auf und Ab bald aufhört. Nach 45 Minuten ist es dann auch vorbei.

Mit wackligen Knien betreten die meisten festen Boden. Erstaunlich wie die Bewegung schnell weg vom Schiff geht. Und doch, alle werden auch wieder zurück müssen. Ausser man siedelt sich hier an oder man fliegt (bei den Fliegern keine Alternative). Wir lassen es ruhig angehen, eigentlich haben wir Hunger.  Aber so direkt gibt es nichts und wir haben ja auch ein Programm für heute.

Nicole glücklich am Hafen
der Fahrradverleiher
Sackgasse und Fährhafen

Wir fahren mit http://www.aranislandferries.com/ die die modernsten Schiffe haben (sollen). Der Kahn ist auch recht neu, und Anfangs solange wir durch das Kap gedeckt sind sind die Wellen auch zu ertragen. Aber dann gibt der Käpt´n Gas und die Wellen des Atlantik schlagen ungebremst an die Bordwand. Die Stabilisatoren arbeiten heftig und ebenso heftig die Mägen einiger Passagiere. Uha. Die ersten laufen bunt an und schnell zu den Bordtoiletten.

Hafen auf Aran (Inishmore)
Stop - Katze auf Inishmore

Am Pier wird man gleich von etlichen Touranbietern überfallen, die einen mit Bussen zu den Sehenswürdigkeiten fahren wollen. Alternativ bieten Fahrradverleiher ihre Dienste feil. Am Anfang wirkt alles sehr hektisch. Wir gehen erstmal ein paar Meter und entscheiden dann (nach Lektüre des Reiseführers) dass das Fahrrad hier das Fortbewegungsmittel der Wahl ist.

Also suchen wir einen der Verleiher auf. 10 Euro für den Tag ist die Rate, Rad können wir uns aussuchen. Alle Durchschnitt aber durchaus tauglich. Also rein in den Sattel und den Berg hinauf. Das Ziel ist ein Steinzeitfort im hinteren der Insel. Kein Problem oder, die Insel ist ja nur 14 km lang und der Hafen liegt in der Mitte.

Inishmore alte Kirchenruine

Die Aran Islands (ir.Oileáin Árann) sind eine Inselgruppe, die vor der Westküste Irlands in der Galway Bay liegen. Sie sind mit der Fähre von Galway, Rossaveal oder Doolin in der Grafschaft Clare erreichbar. Es gibt auch Flüge der Aer Arann vom Connemara Airport zur Insel Inishmore.
Die kargen Kalksteininseln setzen geologisch die Formation des Burren fort und heißen
Inishmore (anglisiert, irisch: Árainn oder Inish Mór), Inishmaan (Inis Meáin) und Inisheer (Inis Oírr bzw. Inis Oirtheach). Die größte, Inishmore, ist 13 km lang und 3 km breit, auf der sich die Orte Kilronan (Cill Rónáin)  und Kilmurvy (Cill Mhuirbhigh ) befinden.

Fahrräder auf Inishmore

Trotzdem geht es noch ein Stück weit hinauf. Und Nicoles Kreislauf ist nicht zum besten. Also wird immer mal wieder geschoben. Heftig wird es erst als wir zum höchsten Punkt der Insel, wo der Leuchtturm steht abbiegen. Hier steige auch ich ab. Oben angekommen gleicht Nicole einer reifen Tomate und sie pustet wie ein Walross. Also lieber mal einen Moment anhalten und den Ausblick geniessen. Zu Trinken haben wir zwar etwas dabei, aber essen wäre jetzt noch besser. In Sicht ist hier aber nichts. Von daher geht es über einen Holper-Stolper Weg erstmal weiter.

Peter hoch zu Rad
Häuser auf Inishmore
die vielen Mäuerchen

Inishmore (Árainn, Árainn Mhór oder Inis Mór) ist eine Insel der Republik Irland. Sie gehört zu den Aran Islands  und ist die größte und am weitesten westlich gelegene bewohnte Insel der Inselgruppe in der Galway Bay. Sie ist rund 14 km lang und 3 km breit. Die Einwohnerzahl beträgt 1.218 (Stand 2006). Die Insel ist bekannt als Hort der irischen Sprache und Kultur sowie für ihren Reichtum an vor- und frühchristlichen Stätten.
Inishmore ist ein beliebtes Ziel bei Touristen, die die Insel per Fahrrad, Bus oder Pferdekutsche erkunden. Hauptort der Insel ist
Kilronan, wo sich auch der Fährhafen der Insel befindet
.

Nicole oben und ausser Puste
Steine wie im Burren

Dieser endet dann in einen besseren Fahradweg, der nach Westen führt. Hier sieht man jede Menge der typischen Mauern und auch Steine wie am Burren scheinen immer wieder durch.
In einem Dorf und an einer schmalen Stelle der Insel endet der Feldweg und wir haben wieder eine Strasse unter uns. Diese führt zielstrebig – und bergauf nach Dun Aonghasa, einem Steinzeitfort.

Inishmore Panorama

Was noch viel besser ist, am Fuss des Hügels (hört das denn nie auf) gibt es ein Visitor Center und etwas zu ESSEN. Ein Sandwich und eine Cola weiter geht es mir blendend (auch vorher wars OK), aber bei Nicole geht es noch nicht so recht. So steigen wir dann den Hügel hinauf, massvoll im Schritt, damit das Gesicht nicht wieder rot anläuft. Oben angekommen betritt man erst den äusseren Ring der etwas weitläufiger ist. Vorne hat man Zugang direkt zu den Klippen. Die sind bestimmt 100 m hoch und senkrecht fallend. Da geh ich nur auf dem Bauch vor.

Dun Aonghasa
Peter wieder auf dem Bauch Nicole hat wieder Hunger

Andere machen das gleich in Gruppen. Stolpern sollte man hier nicht... Durch ein Steintor betritt man dann das innere Fort, das ist schon eine Leistung diese Steine so aufzutürmen. Man kann jetzt überlegen, ob das Fort einst ganz rund war und ein Teil ins Meer gestürzt ist, oder ob die Klippe in den Entwurf bereits bewusst miteinbezogen wurde. Zu verteidigen war das hier recht gut – und Nicole hat endlich Hunger bekommen.

die Klippen von Dun Aonghasa Alter Seemann mit Schifferklavier alle Mann/Frau auf den Bauch..
Dun Aengus

Auf dem Abstieg hat man noch einen schönen Rundumblick über den Ostteil der Insel. Dann heisst es wieder die Räder satteln. Den Rückweg gestalten wir ebener und fahren an Wiesen und alten Häusern entlang wieder in Richtung Hafen. Dort angekommen geben wir die Räder wieder ab und haben dadurch wieder flüssige Mittel (Pfand 20 Euro). Geldautomaten gibt es nämlich keinen auf der Insel. Jetzt werfen wir noch einen Blick in die Aran Pullover Läden, die es am Hafen gibt.

Nicole radelt zurück
Aran Pullover

Die Pullover, berühmt für Ihre Muster interessieren natürlich, aber die Teile sind hart wie ein Brett, riechen streng nach Schaf und KRATZEN nur beim drüberstreichen. Ausserdem sind viele der wollfarbenen Modelle nicht grade modisch. Da kann uns auch der Preis von 39 Euro (für 100% Wolle eigentlich i.O.) nicht überzeugen. Also gibt’s keinen wärmenden Pulli, dafür lieber eine kalte Cola ehe es wieder zurück aufs Schiff geht.Rückwärts ist es ein kleineres und älteres Schiff. Aber der Käptn rast nicht, sondern reitet die heftigen Wellen lieber aus.

Fischladen
Geil was? wilde Natur - Inishmore
Wellen des Atlantik...

Und ich gehe an Deck. Lieber Gischt im Gesicht und sehen was passiert als unten drin.Aber der Rückweg ist dann halb so wild. Und zurück in Rossaveal fahren wir auch direkt wieder zurück nach Galway. Das Thema essen lösen wir wie gestern auch. Lieber Supermarkt als Frittenbude. Und so kaufe ich ein kleines Hähnchen. Zum Glück, denn der kleine Vogel hat wohl Hormone bekommen. Der reicht für zwei und so gibt es ein Festmahl im Hotelzimmer , aber erst mit Verspätung. Durch die Rushhour kommt man eine halbe Stunde nicht vom Parkplatz des Supermarktes weg. Ganz schön blöde Verkehrsplanung. Das kostet eine Runde.....oder auch zwei oder drei. Nacht Leute, mal sehen was der Tag morgen für uns bereithält.
KM: 87
Hotel: Travelodge

Irland
Galway

jetzt gibts wilde Landschaft

Connemara