Dublin 1

22.08.-03.09.2006  Irish Tales
Irland – die grüne Insel
Warum eigentlich Irland? Eine sehr gute Frage. Wir wollten schon einmal nach Irland. Das ist ungefähr 10 Jahre her und wir wissen schon fast nicht mehr warum es nicht geklappt hat. Aber wie gesagt nur fast. Meine Schwägerin bekam damals kurzfristig noch eine Lehr (Leer?) Stelle und wir mussten umdisponieren. Seither hatten wir keine Zeit mehr (wer hat die schon?) nach Irland zu gehen. Und dieses Jahr? Nun wieder hat es mit einem Job zu tun. Holger suchte sich einen Neuen und damit fiel Amerika – haste nich gesehen – ins Wasser. Denn allein zu fliegen hatten wir bei diesen Flugpreisen und den Einreisebestimmungen dann auch keine Lust.
Also schaut man mal dahin wo man schon immer mal hinwollte – Spanien hatten wir grade eben; Nordeuropa – zu teuer, Baltikum zu wenig Hintergrund und dann war sie da plötzlich und wie aus dem Nichts eine feenhafte Erscheinung, die kleine Insel im Nordwesten - Irland.
Nachdem LH direkt und für 129 Euro nach Dublin fliegt war das Thema geklärt, wir fahren nach Irland.
Was fällt einem spontan ein, wenn man an Irland denkt?
Grün, Guinness, Whisky, Schafe, Feen, Sagen und Rothaarige. Beim zweiten nachdenken dann ein paar berühmtere Dichter, Dublin, die grosse Hungersnot und der Nordirland Konflikt und natürlich Kartoffeln.
Also wollen wir mal sehen, was uns das wirkliche Irland zu diesen Themen zu bieten hat?

Anflug auf Dublin
Willkommen in Dublin

22.08.2006
Los geht es mit der same procedure as every year, der Fahrt zum Flughafen, heute mal wieder Frankfurt. Mit Sicherheit und Kontrollen läuft alles normal und wir besteigen alsbald einen Airbus A319 aus der LH Flotte. Neu ist der Flieger nicht, aber die Plätze mehr als OK. Reihe 7. Der Flug, kaum der Rede wert ist nach 90 Minuten schon wieder um als wir bei Wolken und leichtem Wind auf den Baile Atha Cliath Airport in Dublin einschweben. Dort sehen wir jede Menge Flieger der Air Lingus (Grün) und stellen fest, dass der Airport viel zu klein für all die Menschen ist, die hier ankommen. Trotzdem bekommen wir unsere Taschen und trotten zum Autovermietplatz. Im Kopf programmiere ich schonmal um – links links links. Warum haben die Briten eigentlich diese Insel erobert? Man könnte sonst rechts fahren. Wenigstens den EURO haben sie hier, das ist schon sehr kommod.

So jetzt gibt’s ein Auto für uns von Europcar (über billiger-mietwagen.de). Auto?Dublin Spire Na ja ein Chevrolet Kalos, drin steckt Korea und so klappert die Kiste auch. Aber für 2 Personen reicht das schon. Special Features gibt es keine, aber wer erwartet in Irland auch eine Klimaanlage. Hauptsache die Heizung tut. Und jetzt raus auf Dublins Strassen. Links links links, es geht aber mühsam, vor allem das Schalten. Wo ist denn nun unser Hotel? An einer Strasse namens M10 aber das erweist sich als gar nicht so einfach. Nur eine grobe Beschreibung und kein NAVI das einen in die Irre führt. Also fahren wir nur eine Ausfahrt zu weit, weil mein Gefühl mir sagt, dass wir zu weit sind. Das Hotel erweist sich dann als neueres Ibis. (Franzosen in Irland – geht das denn?) Allerdings in einer Gegend wo sonst nicht viel ist. Stört uns das. Nein denn auch wenn wir eine Stunde gewonnen haben ist es mittlerweile 19 Uhr und wir wollen noch was Essen, was Trinken und dann ab ins Bettchen. Gesagt getan, das Restaurant bietet normale Küche und vor allem Guiness. Nicole entdeckt Ihre Liebe für Bulmers (Cider) Bemerkenswert ist, dass wir durchweg von Gastarbeitern bedient werden, die aus Tschechien und dem Rest Osteuropas kommen. Das sind die unmittelbaren Auswirkungen der Einwanderungspolitik des Celtic Tigers Irland. Mit dem Namen Mastny habe ich da fast ein Heimspiel.
Guats Nächtle
Km: 33
Hotel: Ibis Dublin West ***

Millenium Bridge
Die Luas - Strassenbahn

23.08.2006 Dublin
Dublin – Baile Atha Cliath (Ort an der Furt) ist die Hauptstadt der Republik Irland. Im Einzugsgebiet leben rd. 1.2 Mio. Menschen, d.h. jeder 4. Ire wohnt hier. Es ist Irlands einzige Großstadt.
Nahezu alle weltlichen und kirchlichen Institutionen Irlands haben hier ihren Sitz. Als Hauptstadt hat sich Dublin, der seit der normannischen Eroberung (12.JH) etabliert.
1988 feierte Dublin, heute eine europäische Metropole ihren 1.000 Geburtstag.

Dublins Sehenswürdigkeiten finden sich fast alle in der Innenstadt. Nur wie kommen wir dorthin? Aber seit kürzerer Zeit gibt es wieder eine Strassbahn namens Luas, was auf gälisch „schnell“ bedeutet. Eine Haltestelle ist 5 Gehminuten vom Hotel entfernt (ein Grund weshalb wir das Hotel gewählt haben). Hatte ich erwähnt, dass Parkplätze in Dublin ein Problem sind? Und die Polizei mit Parkkrallen schnell bei der Hand ist. Also lassen wir das Auto stehen. Die Bahn kommt im 5 Minuten Takt und ist mit 2,40 Eur für 3 Zonen auch bezahlbar. In rund 20 Minuten sind wir im Stadtzentrum und beginnen unseren Stadtrundgang. Ins Auge sticht als erstes buchstäblich die Stahlnadel „Spire of Dublin“ mit 120 m Höhe, und erstellt 2003 (sollte zum Millenium erstellt werden.. hihi).
In der O´Connell Street findet man auch noch das National Theatre und nicht weit davon entfernt die Statue zu Ehren von James Joyce der mit seinem Roman Ulysses Dublin ein literarisches Denkmal gesetzt hat.Wie die Iren halt so sind gaben sie ihm dafür den Spitznamen:The Prick with the Stick – nett.

Hasenfabelwesen
James Joyce Statue - Nicole
Irin
National Theatre Dublin

James Joyce – geboren 1882 in Dublin sollte Irland bereits im Jahr 1904  für immer verlassen. WenigeTage vorher lernte er Nora Barnacle, seine spätere Frau kennen. Diesen Tag sollte er später als Bloomsday verewigen. Sein Leben danach gestaltete er als Lebenskünstler, immer auf die Unterstützung durch Förderer und seinen Bruder angewiesen.
Seine wenigen Werke haben die Literatur durch die konsequente Anwendung des inneren Monologs entscheidend beeinflusst.
Wichtigste Werke: Dubliners, Ulysses, Finnegans Wake.

Wir gehen weiter in Richtung Liffey, der die Stadt ziemlich mittig durchfliesst. Auf dem Weg dahin gehen wir an der Statue von Daniel O Connell genannt „the Liberator“ vorbei. Er gilt als einer der bedeutendsten Politiker Irlands im 19. Jh und setzte sich nachhaltig für die Gleichbehandlung der Katholiken und die Loslösung Irlands von Grossbritannien ein.

Auf der Brücke über den Liffey sehen wir merkwürdige Fabelwesen auf einem Amboss tanzen (Hasen haben in Irland magische Kräfte) und !unsere erste „echte“ Irin (Redhead). Dass es dem Grunde nach auch die letzte sein sollte wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die Vermutung liegt nahe, dass sie im Trinity College studiert, was auch unser nächstes Ziel ist.

Irland
Dublin2

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O´Connell Statue