Dublin 2

Dublin 2
Das
Trinity College ist eine renommierte Universität in der irischen Hauptstadt Dublin. Es wurde 1592 von Königin Elisabeth I. für protestantische Studenten gegründet. Die Gebäude dienten zuvor als Augustinerkloster. Einer der berühmtesten Studenten war Samuel Beckett, der dort ab 1923 Sprachen studierte.

Unter all den Studenten fühlt man sich wirklich alt – ächz. Hinter dem Tor, vor dem signifikanten Turm lungern ein paar Studenten herum die Führungen anbieten. Da im Preis von 10 Euro der Eintritt in die Long Hall und das Book of Kells schon enthalten sind schlagen wir zu. Los geht’s und wir erfahren etwas über die Gebäude und die Gründung des College. Auch das früher nur Protestanten hier studieren durften, als Anreiz für die Bevölkerung zu konvertieren. Erfolg? Heute sind 95 % aller Iren katholisch. Nett auch der Hinweis, dass Leerkörper jeden Tag Anrecht auf ein freies Essen in der Mensa haben (obs schmeckt?). Und ca. 800 Spätsemester oder Studenten mit Sonderfunktionen direkt auf dem Campus wohnen. Spannend dass Arthur Calder eine Statue von ihm nur dann umsonst ausstellte, wenn sie weit weit weg von der neuen Bibliothek steht, ansonsten hätte sie 3 Mio. Pfund gekostet. Wenn man den Betonklotz namens Bibliothek sieht, erkennt man der Mann hat Geschmack.
So nachdem das alles geklärt ist, geht es zum Book of Kells, das im Gebäude der Long Hall untergebracht ist.

Trinity College - Bell Tower
Unser Guide vor der Bibliothek
Long Room
Book of Kells

Das Book of Kells wird als das überragende Beispiel für mittelalterliche Buchmalerei zwischen dem 7.. und 10 JH in Irland und im Norden Grossbritanniens angesehen.

College Campus - Platane

Alte Bibliothek/Long Room
Die Hauptattraktion ist die 1732 gebaute Alte Bibliothek, in der neben 200.000 alten Texten das berühmte Book of Kells, aber auch die älteste Harfe Irlands aufbewahrt werden. Spektakulär ist der Long Room - ein 64 Meter langer Raum, in dem die wertvollsten Bücher aufbewahrt werden
Nach dem Drängeln durch den Gift Shop (ist das denn unvermeidbar?)geht es in die musealen Räume. Dort findet man im Vorfeld erst Informartionen über die Schrift und Gestaltung der berühmten Bücher. Die Minuskeln sind handgemalt und farbig illustriert. Bücher diesen Alters existieren nur sehr wenige und zeigen anschaulich wie die Buchschreibekunst damals funktionierte

The Library
Book of Kells Evangelists

Über den Ursprung des Book of Kells herrscht Uneinigkeit. Sehr wahrscheinlich wurde es im Kloster Iona vor der schottischen Westküste hergestellt und zur Zeit der Wikingereinfälle aus Sicherheitsgründen nach Irland gebracht. Im Jahre 1006 wurde es wahrscheinlich im Kloster von Kells in der irischen Grafschaft Meath gestohlen. Bei der Auflösung des Klosters 1539 wurde es dort aufgefunden, jedoch ohne den legendären goldenen Einband. Nachdem es durch verschiedene private Hände ging, befindet es sich seit dem 17. JH im Besitz des Trinity College in Dublin, wo man einige Seiten besichtigen kann.
Das Book of Kells enthält die vier Evangelien zusammen mit ganzseitigen Abbildungen von Christus, Maria mit Kind und den Evangelisten. Das Schriftbild ist aufwendig gestaltet und verziert. Insbesondere die Anfangsbuchstaben wurden teilweise mit sehr feinen Mustern in leuchtenden Farben

Leinster House

Neben dem Book of Kells befinden sich noch das Book of Armagh und das Book of Dimma, die gleicher Machart sind und teilweise die ältesten Fragemente von Old Irish enthalten. Wir sind gebannt vor Ehrfurcht.Als die Starre sich löst, gehen wir einen Stock höher. Dort findet sich der Long Room, die grösste Bibliothek Irlands. Bücher Bücher Bücher. Wenn ich Zeit hätte würde ich hier mal ein paar Jährchen lesen

James Joyce Imitator
Medieval Age  Brooch

Neben all den Büchern steht auch noch eine alte Harfe hier. Zwar nicht die von Brian Boru, aber alt ist das Ding trotzdem. Ein paar Ansichtskarten später gehen wir dann weiter auf unserer Dublin Runde. Aber der Hunger drängt. Also gehen wir online und das mit einem Muffin und einem Kaffee in der Fussgängerzone.

Von dort aus sind es auch nur noch wenige Meter bis zum Leinster Haus, dem früheren Herzogssitz und heutigem Parlament von Irland.
Gleich um die Ecke ist das Nationalmuseum. Dort werden alle Schätze des Landes gehortet. Wir interessieren uns für den keltischen Teil. U.a findet man die berühmte Brooch of Tara. Fotografieren strengstens verboten. Klick, eins hab ich doch geschnorrt. Weiter interessant das Gold aus der Steinzeit. Nett dekadent, schon damals.
http://www.museum.ie  

Dublin City Castle
Dublin Fussgängerzone
Justizia

Nächster Stop ist das Dublin Castle. Das Castle wird seit dem 13. Jh weitergebaut und beherbergt heute noch staatliche Repräsentationsräume. Im Freien findet derzeit eine Kunstausstellung statt und auch ein ehemaliges Gerichstgebäude ist integriert.
Von hier aus geht es weiter in den Südosten der Stadt. Sozial etwas verrufener man merkt es gleich. Aber tagsüber kein Problem und so kommen wir zum freedom square und der dort gelegenen St. Patricks Cathedral.
Der heilige Patrick von Irland (lat. Magonus Sucatus Patricius, * ca. 389 in Bannaventa Berniae in Wales, † 17. M¦rz 461 in Irland) war Missionar und gilt im katholischen Irland und in Island als Nationalheiliger.
Allerhand Wunder soll er vollbracht, unter anderem alle Schlangen aus Irland vertrieben haben. Na denn hinein ins Gotteshaus – 5 Euronen kostet das. Im Innern findet man allerhand historisches. Von den Celtic Wellstones über die Door of reconcilliation und die Ritter des St. Patricks Ordens bis zu den Flaggen der irischen Regimenter und einem Herrn Namens Oliver Swift. Ja der mit Gulliver, war Dekan hier. Mehr gibt’s dazu hier:
www.stpatrickscathedral.ie

St Patricks Cathedral
St Patricks Wappen
St Patricks Cathedral innen
Irlands Wappen

Weiter geht’s an zerfallenen Häusern vorbei, wir hoffen dass es bald was zu trinken gibt. Denn wir gehen direkt zur Quelle – St. James´s Gate Brewery – sagt euch nichts. Ok. Da wohnt Guinness und das seit 1759. Und nicht nur das, das Guinness Imperium ist viel viel grösser. Kilkenny, Smithwicks sind nur einige Biere aus dem Sortiment und auch Whisky Brennereien gehören zum Diageo Konzern. Allerdings ist denen der Alk wohl in die Birne gestiegen. Ganze 14 Euro wollen die für die Brauerei Tour (bei Bud gibt’s das for free!) Das Geld kann man sinnvoller investieren z.B. in Direktumsätze vom Stoff. Daher beschränken wir uns auf den Aussenbereich. Und dann den Weg zurück in die Stadt, trocken. Schön ist das nicht, ausserdem haben wir langsam Hunger. Zu sehen gibt es noch die Dublinia (ein Museum zur Geschichte von Dublin) von aussen, genauso wir die Church Cathedral. Nochmal 5 Euro für eine Kirche sind nicht einzusehen (man erinnere sich DURST!) Im Künstler / Kneipen Viertel am Liffey suchen wir eine Kneipe die Essen und Trinken bietet, finden aber nur jede Menge wirre Typen und streng blickende Gardai (Polizisten). Da nehmen wir lieber die Luas Richtung Hotel und essen dort. Natürlich nicht ohne ein, zwei, drei Bierchen..... Slainté
Hotel: Ibis Dublin West ***

St James Gate - Dublin
Dublin City
Gardai - Polizisten
Churchs Cathedral Guinness Werbung
Dublinia Museum

na Lust auf einen Felsen und ein anderes Bier?

Irland
Dublin1
Kilenny