El Torcal

29.08. Malaga – Antequera

Heute treffen wir also unsere reizenden Mitreisenden. Dazu müssen wir aber zunächst nach Malaga und dort zum Flughafen. Verglichen mit den vorangegangenen Strecken ein Hops. Grade mal 120 km, also haben wir ausreichend Zeit zum ausschlafen und Frühstücken. Danach ab auf die Autopista. In Malaga dann ERNA´s erster Aussetzer (es sollten noch weiter folgen) denn die Strasse zum Flughafen ist ihr noch zu neu. Wir fahren also im Limbo zum Aeropuerto de Malaga. Ein echter Touribomber Flughafen.

Massentourismus die alle an den Strand sollen und wollen. Buahhh. Ich will weg, aber wir warten und testen gleich Rei Burguesa Espana. Schmeckt wie überall…. Aber satt machts.

whopper

Dann landet tatsächlich der Flieger aus Hamburgo und Holger & Ela entsteigen demselben. Die Prozedur kennen wir ja nun schon, also ab zum Wagen und rein mit dem Gerümpel. Passt rein, ist ja auch ein Skoda Octavia. Muy Bien.

Also geht es los in Richtung Antequera. Dazu müssen wir erst durch das Verkehrsgetümmel von Malaga, danach durch öde Olivenbaumlandschaften bis ans Ziel. Dort checken wir ersteinmal ins Hotel Antequera Golf **** ein. Sehr schönes Golfhotel, für Golfer und Nichtgolfer. Alsdann machen wir uns aus zum Aussichtspunkt über der Stadt von der man sehr schön die Alcazaba sieht, die aber grade renoviert wird. Na danke und das Aussichstlokal hat auch noch Montag Ruhetag. Prima. Fängt ja gut an. A propos fängt ja gut an. Was macht man wenn man eine Kühlbox und ein Navi an das 12 V System anschliessen will? Man besorgt sich einen Doppelstecker.

Antequera

So getan und angewendet. Das ganze geht 5 min lang gut, danach stinkt es nach verbranntem Plastik. Weisser Rauch (nein kein Papst) steigt auf und der Doppelstecker hat sich final verabschiedet. Durchgeschmort!! Ganz Prima, zum Glück bleibt der Rest heil. Aber weitere Pannen sollten folgen.Dann machen wir uns noch auf den Ort ein wenig zu erkunden. Die Gassen sind eng aber die Häuser sind recht nett. Hier und da auch ein Kirchlein. Passt. Verschlungen geht es weiter, bis wir den Weg zur Alcazaba finden. Dort stellen wir den Wagen einfach an die Strasse und gehen durch das antike Tor hinein. Die Kirche steht leider im Gegenlicht und wie gesagt die Festung wird renoviert. Kein schöner Anblick, aber dafür von oben ein netter Ausblick. Ganz gut geignet zum warmwerden und warmschiessen. Nachdem dieses erledigt ist, wenden wir uns dem Essen zu. Einkaufen im Supermarkt, das klappt ordentlich, aber Lokal scheint es hier kein vernünftiges zu geben. Die Suche ist ziel- und bleibt erfolglos, so dass wir schliesslich im Hotelrestaurant dinieren.

Ecclesia St Maria Alcazar de Antequera Kirche in Antequera

In leeren Sälen wird angerichtet, aber weil wir nicht buffetieren müssen wir von Saal 1 (leer) in Saal 2 (leer) umziehen. Aber das essen ist nicht schlecht, wenn auch nicht ganz billig. Das Absackerbier nehmen wir auf dem Zimmer und dann Buenas noches Senoras Y Senores.

Übernachtung: HTL Antequera Golf Hotel

KM: 230

 

Antequera
El Torcal

30.08. El Torcal

So heute geht es in die Berge

Das Ziel ist ein Nationalpark namens El Torcal.

Torcal de Antequera

Innerhalb El Torcals 17 qkm sind einige der schönsten und beeindruckendsten Kalkstein Formationen in Europa. Das ganze Gebiet lag vor 100 Mio Jahren unter dem Meer.

Dann zwangen gewaltige Bewegungen der Erdkruste die Gesteine nach oben in Hügel und Berge bis zu 1300 m Höhe, der Kalkstein immer noch in seiner horizontal geschichteten Formation. Wegen dieser Lage waren Regen und Wind über die Millionen von Jahre in der Lage diese Schichten abzutragen und unglaubliche Formen zu bilden.

Ins Herz des Parks gelangt man über eine Zugangsstrasse die einen bis auf 1100 m Höhe in den Park hinein führt.

 

Schafe im Torcal

Diese Strasse befahren wir und es ist ganz schön heiss. Am Eingang halten wir kurz an und informieren uns über den Park. Der Parkmensch sitzt in einer Wellblechhütte ohne Klimaanlage, das muss kaum zu ertragen sein. Eintritt muss man erfreulicherweise trotzdem keinen bezahlen. Also fahren wir die Strasse hinauf weichen gelegentlich ein paar Tieren aus.... (25 % meinen es wären Schafe, 75 % sind für Ziegen) Urteilt selbst:

La ruta verde der grüne Weg

Danach kommt irgendwann der unbefestigte Parkplatz wo wir den Wagen abstellen.2 Wanderwege stehen zur Disposition. „El camino amarillo es muy difficil y las muchas lindas vistas son en el camino verde.“ So etwa habe ich den Parkwächter verstanden,was für uns heisst auf den kurzen grünen Weg.

Nachdem wir den Einstieg gefunden haben (Grüne Betonmarker und Pfeile) wandern wir los, bis sich die Felsformationen in immer phantasievolleren Formen erschliessen. Das sieht toll aus

die Stichstrasse zum Torcal

Jeder entdeckt andere Figuren und jeder Standpunkt bietet neue Blicke und Richtungen. Gelegentlich trifft man auch andere Besucher sogar Amerikaner. Die könnten den ganzen Park mit Ihrem Chiricahua NM verwechseln.

 

Felsgesichter im Torcal
Felsformationen

Aber die Tiere hier schreien, blöken, quaken eindeutig auf Spanisch. Wir wandeln und stolpern weiter voran über Stock Stumpf und Stiel, was tlw. gar nicht so einfach ist. (keine Schäden). Aber irgendwann sind wir durch das Felslabyrinth hindurch und wieder am Parkplatz zurück. Die spanische Zeitangabe von ¾Stunden erweist sich nur für Raser als machbar. Für gemütliches Ringelschiessen von Bildern wie wir das tun braucht man schon 2 Stunden.

Holger und Ela im Torcal
Peter & Nicole im Torcal
schroffer Fels
WebDSC09784

Nach all diesen Bergen geht es weiter nach Granada. Granada selbst zu finden ist anhand der Schilder kein Problem und auch „Erna“ das Navi arbeitet hier noch zuverlässig. Aber in den Vorstädten trostlos und öd wird es Erna wohl langweilig, oder sie kennt die neumodischen Bauten noch nicht.

Felsgesicht

Jedenfalls dreht „Erna“ völlig ab und wir uns vielfach im Kreis. Im Kreisverkehr die 7. Abfahrt nehmen gibt uns den Rest. Der Kreisel hat nur 4 Abfahrten..... „Erna“ kommt ins Handschuhfach. Aber beirrt Sie das? Nein, plötzlich wie eine Stimme aus dem Jenseits tönt es: „Jetzt rechts halten“. Das Gegröhle nimmt lange kein Ende. Trotz Zwerchfellkrümmung finden wir jetzt das Tryp Albayzin wieder.
Hotel Tryp Albayzin
230 km

Granada Tryp
Andalusien
Barcelona Granada