Fuerteventura
Fuerteventura

Fuerteventura

Fuerteventura ist eine der Kanarischen Inseln Spaniens im Atlantischen Ozean, ca. 100 Kilometer westlich der marokkanischen Küste. Die Insel hat eine Fläche von 1.659,74 Quadratkilometern und rund 89.680 Einwohner (Stand 1. Jan. 2006). Die Hauptstadt Fuerteventuras ist Puerto del Rosario, wo sich auch der Inselflughafen befindet.

07.März 2007

In besagtem Puerto del Rosario (früher Hafen der Ziegen- Puerto de Cabras) geht auch die AIDA vor Anker. Und dann gibt s auch gleich die schlechte Nachricht des Tages – Lanzarote fällt aus. Dort kommt morgen ein Sturmtief an, dem wir ausweichen wollen und so fahren wir heute Abend nach Gran Canaria und bleiben dort 2 Nächte. Hätte nicht vielleicht Fuerte ausfallen können? Aber nun zurück zu Puerto del Rosario.

auf Fuerteventura
Wellen am Strand auf Fuerte

Heute ist die einzig nennenswerte Stadt (36.000 EW) auch die Inselhauptstadt, nach Antigua und Betancuria. CICAR hingegen ist hier etwas zickig (ziegig?) und hat kein Hafenbüro sondern ein Flughafenbüro. Die 5 km legen wir mit dem Taxi zurück und das anmieten des Wagens ist wieder extrem easy going. Aber so 100 % sind wir nicht überzeugt. Holger hat die Reiseführer gelesen und so richige Highlights hat er für Fuerte nicht gefunden.

Wer Cluburlaub machen möchte ist hier richtig, der Individualtourist hat´s schwer, auch wenn man von hier bis nach Afrika sehen kann… Aber so geriert sich auch die Insel ziemlich viel Sand und trockener Stein. Unser erster Weg führt nach Norden zu den Sanddünen von Corralejo. Korrupte Spekulanten haben kurz vor der Einrichtung des Parks aber noch durch Bestechung die beiden Hotelbunker Oliva Beach und Tres Islas erbaut. Lieber dröge Touris die Fressen und Saufen als einen Naturpark, na ja so dachte man eben vor 20 Jahren.

Holger und Ela in den Dünen von Corralejo
Peter der Sandmann
Strand in Fuerteventura

Und so trüben diese Betonbunker den an sich schönen Blick auf die vorgelagerte Insel Los Lobos und das gut sichtbare Lanzarote im Norden. Wir schauen uns erst mal den Strand an, der recht einladend aussieht und gehen dann ein Stück weit in die Dünen. Der Sand ist nicht weich wie er aussieht, sondern eher trittfest, was wohl am Muschelkalk liegt. Uns kommen allerlei neckische Ideen, was will man auf einer langweiligen Insel auch sonst machen ausser etwas Quatsch (Quast?).

Nicole Peter Ela und Holger in den Dünen

Weil man mit Quasts gut Quatsch machen kann, gibt Holger sogar den Lastträger – super…. Ich würde das ja mit Nicole machen, aber bei uns ist die Gewichtsquote zu nahe am 1:1 als dass mein Kreuz das aushalten würde. Wir machen dann lieber den Howie (unsere Spuren im Sand) und den Bata (ich hab noch Sand in den Schuhen…).

die Dünen von Corralejo
unsere Spuren im Sand H E P N
Holger und Ela - Kamel und Kameliendame?

Nach dem ausschütteln Satteln wir wieder das Kamel äh Auto und fahren weiter nach – wie heisst das Nest? Ah ja – Corralejo. Dort wird aufgetankt, Wasser und Sprit, ansonsten gibt’s Hotel und Bettenbunker und erstaunlich leere Strände, das Volk geht lieber in den Aquapark. Na wems gefällt. Und die Fähre nach Lanzarote fährt hier auch ab. Wir fahren auch ab, aber nach Süden ins leere Inselinnere. Don Quichote soll hier gesichtet worden sein und wo der Don ist sind auch – genau Windmühlen.

Mann ist das heiss hier - heisser Sand

Die die wir suchen sind in Lajares. Dort finden wir 2 Windmühlen eine kleine, eine grosse, die in der Sonne stehen und sich langweilen. Wind weht auch keiner, so dass die Mühlen völlig regungslos dastehen. Gut wir machen ein paar Bilder und auch vom Kirchlein nebenan und schon ist das Reiseführer Highlight abgarbeitet. Prima…. Was kann jetzt noch kommen?
Genau La Oliva, eine der ehemaligen Hauptstädte. Dort finden wir wieder eine Kirche, die  Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria. Eine grössere 3 schiffige Kirche mit steinernem Turm. Der Platz davor wird grade noch renoviert. Auch gut.

Isla Los Lobos, im Hintergrund Lanzarote
Windmühle Fuerteventura

Und danach kommen wir doch noch zu unserem Kamel. Die werden hier gezüchtet und als landwirtschaftliches Nutztier eingesetzt. Nun warum auch nicht. Und weiter geht die wilde Fahrt, vor allem kommen jetzt allzu menschliche Regungen hinzu. Die „Berge“ Fuerteventuras sind deutlich niedriger als auf den anderen Inseln, aber 645 m über NN sind eben doch noch relativ hoch. Dies und die Keramik im Sinn fahren wir den steilen Weg hinter Llanos de la Concepcion (1 Windmühle!) hinauf zum Mirador Morro Velosa (1 Stern auf der Karte).

Kirche in Antigua

Der Mirador (der alte Manrique hat es wohl nicht bis herauf geschafft,  aber geplant von seiner Nichte Bianca Cabrera – verwandt mit den Mietwägen?) ist sein Geld wert und auch die WC´s sind sauber. Man hat einen ordentlichen Blick über den ganzen Höhenzug des Tegu und bis hinab an die Ostküste und die leeren wüsten Landschaften dazwischen. Weil es keinerlei natürliche Bremse gibt geht hier oben auch ein heftiger Wind, der auf der Frontterasse so stark ist, dass Nicole und Ela frierend verweigern.

Kamel auf Fuerteventura
Mirador Morro Velosa
Ausblick vom Mirador Morro Velosa
Alte Mühle ind Antigua

Holger und ich hingegen kämpfen uns durch und machen die erforderlichen Bilder. Allerdings sind auch wir froh als wir ins Gebäude gehen. Dort schützt eine Scheibe vor dem Wind, aber das Panorama wird durch schmierige Scheiben doch etwas getrübt. Seis drum. Wir schauen noch ein wenig die vulkanische Geschichte Fuerteventuras an (Ausstellungsraum frei) und rollen dann den Berg wieder hinab, der nächsten Mühle entgegen….. Diese steht in Antigua, auch ein Dorf das mal kurz Hauptstadt war und wieder hat der alte Manrique was mit zu tun.

Um den Knaben kommt man nicht herum. Hier hat er die Mühle und den Hof drumherum drapiert und prompt möchte man Eintritt dafür haben. Nö so wichtig ist das nicht und Bilder gehen auch ohne. So wars das jetzt mit Fuerte? Noch nicht ganz, aber das suchen weiterer Highlights ist schwer. Also lieber noch etwas ans Meer und Strand, wovon es hier genug gibt.
 

Hafen in El Castillo
Bucht von El Castillo

Wir wählen Caleta de Fuste oder auch El Castillo. Ein sehr künstliches Ferienzentrum mit etlichen Hotelbunkern und sogar angeblich Stasivergangenheit. Ausserdem ist das hier das Tor nach Afrika, d.h. die Boat People kommen hier öfters mal an.

Nun gut, die innere Bucht macht einen sehr gepflegten Eindruck, hier sind das alte Kastell und der Leuchtturm angesiedelt. Wir durchlaufen die halbe Bucht und setzen uns dann ins Cafe am Leuchtturm wo wir bei Applepie und Tea bzw. Kaffee ein Resumee zu Fuerteventura ziehen. Es heisst, entweder man kommt einmal und nie wieder oder immer wieder. Ich denke es wird beim einen Mal bleiben, sofern mir keiner die Reise schenkt.

Strand Caleta del Fuste
roter Hibiscus Blumenschmuck am Leuchtturm in El Castillo

Aber wer weiss das schon wie man in 25 Jahren denkt. Heute jedenfalls ist genug und wir stellen den Mietwagen am Flughafen ab. Mit dem Mercedes van Taxi geht’s zurück zum Schiff, jedoch nicht ohne dass der Fahrer versucht uns von der Qualität der Bremsen zu überzeugen, als er von 110 auf Null in der Autobahneinfahrt abbremsen muss.

Sonnenuntergang im Hafen von Puerto del Rosario
Holger Ela und Nicole geniessen den Apfelkuchen in Fuerte

Autsch, das gibt blaue Flecke am Gurtverlauf. Nur gut dass wir angeschnallt waren. Da fährt die Aida schon ruhiger, jedenfalls noch und so winken wir Fuerte recht heiter Adieu und freuen uns auf Gran Canaria……

Kanaren
La Palma

die AIDA fährt jetzt zum grossen Karnickel, kommt ihr mit?

Gran Canaria