Garinish Island & Beara

25.08.2006 Garinish Island und Ring of Beara
Nach dem Morgen kommt das Grauen. Den das Wetter ist heute grau in grau und es regnet. Aber das hilft nichts wir fahren nach Westen. Heute klappt das schon ganz gut mit dem Linksfahren.  Der Weg führt an Cork vorbei in Richtung Bantry dort liegt nah an der Küste Garinish Island. Im Reiseführer als Blumeninsel beschrieben. Um allerdings dorthin zukommen muss man sich irischen Piraten in die Hände begeben, die mal schnell 12 Euro pro Nase berechnen. Aber was hilfst wir gehen an Bord des alten Kahns und lassen uns durch die Bay schippern. Dort sieht man nebenbei ein paar Seelöwen, die faul auf Felsen liegen. An der Insel angelegt dürfen wir noch Eintritt bezahlen (4.50 Euro). Dann geht es in die Gärten. Die Anlage ist sehr schön und man findet etliche Blumen die man hier nie vermuten würde. Aber das Klima ist äusserts mild und es gibt kaum Fröste.

Strassenschilder auf gälisch
Bantry Coast Seelöwe im Hafen

Garinish Island

Die Insel hat eine Größe von etwa 15 Hektar und ist weltweit bekannt durch ihre besondere Gartenarchitektur und die einzigartige Auswahl an Bäumen und Sträuchern. Entstanden sind die Gärten vor etwa 70 Jahren in Zusammenarbeit des damaligen Besitzers Annan Pryce mit dem Architekten und Landschaftsgärtner Harald Peto. Die Insel ging 1953 in den Besitz des Staates über und wird seitdem von ihm verwaltet. Auf amtlichen Karten heißt die Insel Garinish Island, so wie sie international bekannt ist. Der andere Name - Ilnacullin (Insel der Stechplamen) - ist wohl der ältere Name der Insel.
Man erreicht die Insel mit einem der privaten Fährschiffe von Glengariff aus. Eine Besichtigung ist in den Sommermonaten oder sonst nach Vereinbarung möglich. Für die Überfahrt und für den Eintritt muss man getrennt Gebühren bezahlen. Die Überfahrt führt außerdem an Robbenbänken vorbei

italienischer Pavillon
Löwenskulptur Tempel Merkur Statue

Klima
Das besondere an der Lage der Insel Garinish Island ist die geschützte in der Bucht von Bantry und dem wärmenden Einfluss des Golfstromes. Das Klima kann als fast subtropisch bezeichnet werden, was den Wachstum von Zierpflanzen aus vielen Teilen der Welt fördert. Die Winter sind mild, Frost gibt es nur kurz und schwach und die Niederschlagsmenge ist recht hoch.
Die frühere Besitzerin eine reiche Millionärin (nicht mehr zu haben) hat auch entsprechende mediterane Bauten dazu erstellen lassen. Rings umliegend sieht man schroffere Berge und zarte Buchten, die dem ganzen einen unwirklichen Touch verleihen. Nach einem kompletten Rundgang fahren wir wieder zurück was ausnahmsweise umsonst ist. Bei leichten Nieseln fahren wir hinaus auf die Beara Peninsula. Hier machen wir ersten Kontakt mit diesen grausamen Strassen – kein Mittelstreifen und bei jedem entgegenkommenden Auto heisst es Augen zu und durch. Der linke Aussenspiegel hat Dauerkontakt mit den Hecken. Zwischendurch hat man immer wieder schöne Blicke aufs Meer, muss aber auf die Mauern achtgeben.

das Fährboot nach Garinish Island
Red Flower
Stairway to.... ?

Die Beara Halbinsel, auch Caha Halbinsel genannt, liegt in Irland südlich der Iveragh Halbinsel (mit dem Ring of Kerry) und gehört nur zum kleineren Teil zum Co. Kerry während der größere zum Co. Cork gehört. Sie liegt westlich der Passstrasse, die die Orte Kenmare im Co. Kerry und das lebendigere Glengariff im Co. Cork verbindet. Die Halbinsel ist bergig aber baumlos, etwa 50 km lang und am Anfang 15 km breit. Sie verjüngt sich und am keilförmigen Ende liegt Dursey Island, südlich ganz nahe der Küste liegt Bear Island. Der größte Ort auf der Halbinsel ist Castletownbere, er liegt im Schutz dieser Insel. In ihrer touristischen Attraktivität fällt sie gegenüber den nördlicheren Halbinseln nur wenig ab. Der Ring of Beara ist für Busse jedoch nicht befahrbar und daher weniger erschlossen.

Strasse zum Healey Pass Blick auf die Beara Halbinsel

Nach dem wir das eine Weile ausgehalten haben biegen wir ab in Richtung Healy Pass der die Halbinsel in der Mitte durchquert. Hier geht es hoch links grüne Wiesen, rechts grüne Wiesen, hinten grüne Wiesen und vorne grüne Wiesen und überall Schafe. Entsprechend riecht es auch und überall liegen Köttel herum. Die Strasse windet sich in Serpentinen hinauf und ist nichts für schwache Mägen. Kurz vor der Passhöhe gibt es noch einen Shop, der erstaunlich gut sotiert ist. Wir erstehen ein Buch über die Geschichte Irlands und Postkarten. Es gibt auch T-Shirts und alles was mit Schafen zu tun hat. Mit der Passhöhe wechselt man auch das County von Cork nach Kerry. Die Strasse ins Tal gleicht der Auffahrt, ist vielleicht noch etwas schlechter und von oben zieht Nebel herab. Gespenstisch einsam ist es hier und es mutet seltsam an bis man wieder auf eine befahrene Strasse gelangt. Von jetzt ab geht es wieder über etwas breitere Strassen weiter, bis der Weg nach Killarney abzweigt.

Shop am Healey Pass
einsame und neblige Strassen
An der Bay

weiter nach Killarney...

Irland
Kilkenny Killarney