Generalife

Nach geraumer Zeit (im Reiseführer sind 1 ½ Stunden veranschlagt, die sind schon lange um ;-) ) erreichen wir den Palastteil Karl des V. Er war zwar ein grosser Kaiser in dessen Reich die Sonne niemals unterging, aber der Palastteil wirkt schwer dunkel und – ungemütlich.

Peter & Nicole im Palast des Sultans
Palastteil Karls des 5.
Nicole im Bogen
Peter im maurischen Bogen

Dementsprechend kurz fällt hier die Besichtigung aus. Da gehen wir lieber weiter in die Gärten und zum Haus der Frauen. Auch hier dominiert das Wasser, daneben wachsen herrliche Blumen. Nirgendwo eine Spur blutrünstiger Araber und man muss die damalige Überlegenheit der arabischen Kultur neidlos anerkennen. Leider wurde ein Grossteil des maurischen Erbes im Zuge der Reconquista und Inquisition sinnlos verbrannt.

Teich am Haus der Frauen
3 müde Wanderer Lila Blume
In den Gärten der Alhambra

Nach dem malerischen Teil geht es jetzt weiter in die Alcazaba, den militärischen Teil der Festung. Hier waren die Leibwache des Sultans und die maurischen Reiter untergebracht. Massive Türme und ein weithinschauender Blick über die Ebene demonstrieren den strategischen Wert dieser Anlage. Über einen Wandelweg kommen wir wieder zurück zum Weintor, bis zu dem die nichtmoslemischen Bewohner den Wein liefern durften. Wer weiss ob nicht auch der Sultan den spanischen Wein gemocht hat....

Orchidee Ela und Nicole vor dem Weintor
Innenhof der Alcazaba
Peter am Turmeingang Torre

Wir begnügen uns mit einem grossen Schluck kalten Wasser und einem Serrano Sandwich (un pan con serrano por favor)

Als nächsten Ausflugspunkt haben wir noch die Gärten des Generalife auf dem Zettel. Dies war der privatere Teil des Palastes, nicht öffentlichen und repräsentativen Zwecken dienlich. Daher ist alles weniger opulent, aber dennoch schön. Generalife heisst Garten des Architekten, aber Garten des Schöpfers (Allah) dürfte zutreffender sein. Hier verbrachte der Sultan seine Freizeit. Wellness im 15. Jh!

Brunnen in den Gärten des Generalife
Wasserspiele im Generalife

Besonders die Gärten durchzogen von Wassern, Brunnen und Teichen regen die Phantasie an. Die Ohrhörer liefern sehr akkurate aber nicht übertrieben lange Erklärungen und Anekdoten zur Untermalung und so gleitet man auch hier die Zeit vergessend dahin.

Blick auf die Alhambra vom Generalife
Voll im Einsatz

Als wir dann die Anlagen verlassen merken wir erst wie müde wir eigentlich sind. Volle 7 Stunden haben wir in der Alhambra verbracht. Daher begeben wir uns auch direkt ins Hotel und gehen nicht über Los oder in die Kathedrale.

Mehr Details zur Alhambra gibt’s hier:
www.alhambradegranada.org

Buenas Noches oder auch Tebqa-älä-cher
Kein Fortschritt mit der Festplatte – seufz. Und nach den vielen Bildern wird jetzt der Platz echt knapp.....
Übernachtung: Tryp Albayzin, Granada

Brunnen der Sultanin
Andalusien
Alhambra Cordoba