Gibraltar

07.09.2005 Gibraltar

Nach 2 Tagen Hotel wird das Wetter etwas trüber und nur am Strand liegen ist nichts für unruhige Geister, da hilft weder Tennis spielen noch Essen.

Also geht es an einem schönen Dienstag nach Gibraltar. Aber wo zum Kuckuck liegt dieses Gibraltar. Die Spanier kennen es nicht, muss wohl an den traumatsichen Erlebnissen liegen die bis ins Jahr 1704 und die Spanischen Erbfoglekriege zurückrühren.

Strasse nach Gibraltar
Gibraltar-map

Gibraltar ist ein Kalksteinfelsen, der an der Südspitze der iberischen Halbinsel ins Meer hineinragt. Es gehört als Kronkolonie zum Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland.

Gibraltar liegt an der Nordseite der gleichnamigen Meeresstraße, an der Europa und Afrika am dichtesten beieinander liegen.

Im Altertum war Gibraltar eine der Säulen des Herakles. 711 wurde Gibraltar von den muslimischen Arabern und Berbern eingenommen. Der Name Gibraltar stammt aus dem Arabischen (Dschebel al-Tarik = Berg des Tarik), nach Tariq ibn Ziyad, einem maurischen Feldherrn, der die strategische Bedeutung Gibraltars erkannte und dort eine Festung errichten ließ. Die Muslime beherrschten Gibraltar bis zur Reconquista 1462 (von 1309 bis 1333 erstmals kastilisch).

Am 4. August 1704 wurde Gibraltar von den Briten im Spanischen Erbfolgekrieg erobert. Die spanische Besatzung wurde dabei in Abwandlung militärischer Taktik nicht im Morgengrauen, sondern während der Siesta am Nachmittag überrascht. 1713 wurde das Gebiet im Vertrag von Utrecht formell den Briten zugesprochen und ist seit 1730 britische Kronkolonie. D.h. Regierungschef ist der von Sr.Majestät eingesetzte Gouvernor.In Gibraltar leben ca. 28.800 Einwohner. Seit langem kommt es zu Spannungen zwischen Großbritannien und Spanien, weil Spanien die Hoheit über Gibraltar wiedererlangen möchte. Die Grenze nach Spanien war von 1969 bis 1985 geschlossen. Spanien darf bis heute von Gibraltar aus nicht angeflogen werden.

der Fels von Gibraltar
Gibraltar

Gibraltar ist der einzige Ort in Europa, wo Affen (Tierart: Berberaffe oder Magot, Macaca silvanus), freilebend vorkommen. Deswegen nennt man Gibraltar auch den "Affenfelsen".

Die ursprüngliche Herkunft dieser Tiere ist nicht exakt geklärt, wahrscheinlich wurden sie irgendwann aus Marokko von Menschen eingeführt. Allerdings waren Berberaffen früher auch in Süd- und Mitteleuropa heimisch, die Affen von Gibraltar könnten also durchaus von europäischen Vorfahren abstammen.

Eine Legende besagt, dass die britische Herrschaft in Gibraltar beendet sein wird, sobald der letzte Affe den Felsen verlassen hat

Doch bevor wir auf den Affen kommen müssen wir nach Gibraltar. Als wir in die Bucht von Algeciras einfahren sehen wir auch den Felsen. Wenig später auch die ersten Schilder nach Gibraltar, das es also doch gibt und dann – die Schlange zur Grenze. Zwar gehören beide Gibraltar (als Teil des United Kingdom) und Spanien zur EU, aber eben nur im Prinzip. Spanien kontrolliert und so warten wir geduldig bis wir unsern Pass dem Guardia Civil und dem Bobby gezeigt haben und rollen dann hinein auf den Felsen. Der Verkehr aber bleibt rechts! Doch nicht EEEngland. Dann kreuzt man unächst die Landebahn für die Air Force Base, von wo aus die RAF die Lufthoheit sichert!

Überblick über den Gibraltar Airstrip
He Ihr Äffchen wo schaut ihr hin
Bereberaffe vor der Bucht von Algeciras

Wir fahren zunächst an der Stadt vorbei und suchen direkt den Zugang zum Affenfelsen. Diesen finden wir auch und sind ob der Preise erstmal sprachlos. Diese Tiere sind lieb und aber auch teuer! Dafür verfehlen wir im ersten Anlauf die Abzweigung und der Weg führt zurück über Los einmal durch die halbe Insel. Doch dann finden wir den Zugang auf den schmalen Strassen zum Affenfelsen wo eine ganze Affenbande Ihr (Un-)wesen treibt. Die Affen werden von einem Affenwärter bewacht und gefüttert. Touristen haben zutritt und die Affen tanzen Ihnen auf dem Kopf herum.

Lauter Affen hier !

Sind aber niedliche Gesellen mit kleinen pelzigen Händen. Es dauert eine Zeit bis wir uns sattgehen und begAFFT haben, dan fahren wir weiter die Serpentinen entlang. Dabei kommt man unter der Seilbahn (die zum 425m hohen Gipfel führt und von wo aus man den Felsen mit seinen 4,8 x 1,8 km überblickt) und den britischen Befestigungsanlgen vorbei, die kilometer weit den Fels durchziehen und der britischen Armee im WK II als Quartier und mehr dienten. Geführte Touren werden angeboten. Weiterhin kann man die St. Michaels Caves aufsuchen, die wir aber links liegen lassen. Die Höhle ist kitschig romantisch und dient Konzerten und ähnlichen Themen.

der Schlaf des Berberaffen
Babyäffchen
Peter auf den Affen gekommen

Wir machen noch ein Päuschen in Gibraltar Stadt, wo ein buntes Völkchen unterwegs ist. In den Geschäften wecheln sich Software (Elektronik) mit Hardware (Whisky und Sprit) ab, aber zu Preisen die vielleicht die Araber (reichlich vorhanden) bezahlen.

die Kanonen von Gibraltar
Letzter Leuchtturm Eurpoas
Stadtwappen von Gibralter
die Seilbahn zur Spitze
eine Moschee- Vorposten des Islam Afrika ist nah

A propos Araber. Die Strasse von Gibraltar ist reichlich befahren mit allerlei Schiffen und man sieht gut nach Afrika hinüber. Die Hügel Marokkos und die Enklave Ceuta sieht man vom letzten Leuchtturm Euroas aus. Eine Moschee hat man vorichtshalber schonmal hierüber gebaut. Aber in postmaurischer Zeit. Kehren die Araber zurück? Wir jedenfalls kehren um und fahren zurück nach Novi Sancti Petri – rechtzeitig zum Abendessen. Mehr Fels: http://www.gibnet.com/   KM: 275

Holger und Ela am Affenfelsen Peter und Nicole nach Hause telefonieren Holger und Ela auch nach Hause telefonieren Peter und Nicole haben Affenspass
Royal Anglian Way
der Felsgrat
Jerez
Costa de la Luz Andalusien