Gran Canaria
Dämmerung im Hafen von Las Palmas

Als der nächste morgen mehr als graut, geht es wieder auf Tour. Also den Wagen aus der Garage holen und wieder aus der Stadt finden. Diesmal geht das schneller, die Übung machts. Heute geht’s erstmal nach Norden und um die obere Kurve der fast runden Insel. Erster Vista Point ist Arucas, dort gibt es einen schönen Mirador auf einem Hügel mehr vor als im Ort. Von dort oben sieht man die Küste und ins Landesinnere bis zu den höheren Hügeln, ausserdem die schöne Ortskirche im gotischen Stil.

09.März 2007

Am Mirador ist ein Restaurant, das aber noch geschlossen hat. Es sieht aber danach aus, als könne man hier Abends in angenehmem Ambiente ordentlich speisen. Hier sehen wir auch endlich mal eine dieser „Rüsselpflanzen“ in Gänze. Sehen ja doll aus die Dinger. (Agave attenuata oder Schwanenhals Agave). Sind weitläufig auch mit dem Spargel verwandt. Interessant. So und jetzt machen wir Teror. Nein kein Schreibfehler und wir sind auch nicht wild geworden. Der nächste Ort heisst einfach so.

Kirche vn Arucas
am Vistapoint in Arucas
Blick über die Nordküste von Gran Canaria
Agave attenuata

Und ist sehr friedlich. Bekannt ist der Ort durch seine Walfahrtsprozession zu Ehren der Jungfrau der Pinie (Virgen del Pino) die jedes Jahr am 7./8.Sept. stattfindet und seinen Mittelpunkt in der gleichnamigen Basilika mit Barockaltar und Marienstatue hat. Weiter bekannt ist das !Mineralwasser. Nun warum auch nicht, auf den kanaren mal auf das Wasser achten. Ausserdem ist der Ort sehr ürsprünglich geblieben, weshalb man noch viele der stilvollen holzgeschnitzen Balkone an den Hausmauern sieht.

Marienstatue Kirche Virgen del Pino
Kirche Virgen del Pino
Balkone in Teror
Altar Virgen den Pino
Peter Nicole und Ela vor dem Stadtmuseum in Teror

Teilweise eine ziemlich schiefe Geschichte, aber solange es hält. In der Nähe der Basilika befindet sich der Platz Doña Maria Teresa de Bolivar, der nach der Ehefrau von Simón Bolivar – der Held Südamerikas im Kampf um die Unabhängigkeit – benannt wurde, denn Teror war der Geburtsort ihres Urgroßvaters. Na so kann man auch eine weitläufige Verbindung schaffen. Ich geh jetzt mal meine Familienhistorie durchsuchen….

Die Kirche ist innen aber sehr nett, das Madonnenbild ansehnlich. Dahinter ist noch der Bischofspalast und das Rathaus, das auch im barocken? Stil erbaut ist.
Man kann hier gut verweilen, aber nach einem Biostop in der Tiefgarage, „llaves“ beim Pförtner
.

Rathaus von Teror
Blick auf Teror und das Vorgebirge

Ok. Schauen wir weiter was die Insel noch zu bieten hat. Steile Strassen und Kurven in denen der Bus hupen muss, weil er die Ganze Breite braucht. Wir halten zum Glück gerade denn das sieht abenteuerlich aus. Nach den notwendigen Bildern geht’s hinauf zum Kreuz von Tejeda. Cruz de Tejeda (Kreuz von Tejeda) ist ein düsteres in Stein gemeißeltes Kreuz auf einem Bergpass in 1580 m Höhe über dem Meeresspiegel, das als imaginäres Zentrum der Insel Gran Canaria betrachtet wird.

Dort ist es auch wieder sehr windig. Der Blick auf den Pico de Nieves ist aber witgehend verdeckt. Leider ist der Parador noch in Renovierung, denn von dort hätte man den besten Blick. Ein Ausflug Richtung Militärstation auf dem Gipfel gegenüber bringt nicht viel. Aber dann am Parador vorbei gibt es einen akzeptablen view. Gut, dann fahren wir weiter nach Artenara. Dort soll s Höhlenwohnungen und eine Christusstatue geben. Der Weg dorthin ist sehr kurvig und die Strasse wirklich schlecht.

Canarybus in den Bergen von Gran Canaria
Cruz de Tejeda
Cruz Grande Flotte Girls und heisse Öfen (lach..)

Der Ort entpuppt sich als Enttäuschung, die Höhlenwohnungen sieht man beim kurzen durchgehen praktisch gar nicht und Jesus steht im Gegenlicht. Die Statue ist auch nicht sonderlich eindrucksvoll. Der Reiseführer schwindelt auch, denn die Figur ist nicht weithin sichtbar, sondern auf unserer Strasse erstmal lang unsichtbar und erst mitten im Ort zu sehen. Also -nur wenn man Zeit hat lohnt sich dieser 12 km extra Trip. Denn die braucht man um die berühmte Höhlenkirche La Ermita de Cuevita und das Höhlenrestaurant Meson aufzusuchen. Wir hingegen müssen eben weiter. Die Zeit vergeht und noch viel zu tun bzw. sehen. Nächster Stop noch ein Aussichtspunkt.

Höhlenhäuser in Artenara
Panorama in Gran Canaria
Blick zum Roque Nublo

Von dort kann man über die linke Hälfte der Insel und hinter dem Kanal den Teide auf Tenereiffa sehen. Der Wirt im hier ansässigen Imbiss serviert uns noch einen Honigrum, der so gut ist dStartpunkt zum Roque Nubloass wir gleich eine Flasche mitnehmen… Doch weiter weiter geht die langsam wilde Jagd. Auf zum Roque Nublo, dem Felsmonolithen an dem uns gestern der Wind verweht hatte.

Peter und Nicole auf Gran Canaria

Heute gibt es nur wenig Parkplätze.Aber wir finden einen und laufen ein Stück den Fussweg hoch, bis wir den Felsen gut im Focus haben. Ganz hoch würde 30 min dauern und dann noch Fotos dazugerechnet, das reicht uns nicht mehr… Aber einer geht noch, der Pico des Nieves, 1.950m Gipfel des Schnees. Vom Roque Nublo wieder ein Stück zurück und dann den Berg in Serpentinen hoch. Es zieht sich und sinnigerweise ist der höchste Punkt ein gesperrter Militärstützpunkt. Aber der Aussichtspunkt ist die Auffahrt wirklich wert..

Roque Nublo
Gran Canaria im Hintergrund der Teide auf Teneriffa
Panorama vom Pico de Nieves

Man sieht wirklich weit und hat einen schönen Rundumblick auf den Südosten der Insel mit den Resten der ursprünglichen Vulkane und wieder hinüber nach Teneriffa. Hallo Teide, wir kommen demnächst. Noch ein paar Szenenbilder und dann aber ab in den Wagen und hinab den Berg mit Schwung. Es wird Zeit. Aber der Rückweg gestaltet sich heute schneller als gestern (gleiche Strecke) und so sind wir zeitig in Las Palmas und finden sogar direkt in die Mietwagenstation. Dort die erwartete und bekannte Prozedur. „Alles Ok?“ „Si“ „bueno“. Abgang….

Panaorama "Blick auf den Teide"
Talblick am Pico de Nieves
Gran Canaria

Auf dem Weg zur AIDA noch die obligatorischen Personal Pictures und dann fahren wir schon wieder ab und die spanische Marine kommt grade herein, Peter Nicole und Ela wollen abfahrenwussten die dass es draussen rauh wird? Aber GC war wirklich schön, mal sehen ob Tene das noch toppen kann.

Kanaren

eine haben wir noch, Teneriffa, also Segel gesetzt...

Teneriffa