Granada

29.08. Granada

Nach dem Frischmachen im Hotel wollen wir uns ersteinmal umsehen. Schliesslich haben wir eine Verabredung morgen, die wir gerne zeitgemäss einhalten wollen. Die Alhambra wartet nicht, sondern man hat einen Termin mit Ihr. Nachdem wir im Tourist Office eine Karte aufgetrieben und die Innenstadt angesehen haben fahren wir mit dem Bus auf den Albayzin, das Viertel das der Alhambra direkt gegenüber liegt.

Zunächst ein paar Worte zu Granada:

Granada ist die Hauptstadt der Provinz Granada in der Autonomen Region Andalusien in Südspanien und liegt am Fuß der Sierra Nevada auf 670 m Höhe NN im Tal des Darro und des Genil. Die Stadt zählt ca. 241.000 Einwohner, von denen die meisten in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte oder im Tourismus arbeiten.711 wurde die Stadt von den Mauren erobert und der Name zu Ilbira arabisiert. Als Verwaltungszentrum der Provinz wurde im Jahr 756 etwa 10 km weiter im Nordosten unter dem Namen Madinat Ilbira (span. Medina Elvira) eine neue Stadt gegründet (am Fuße der heutigen Sierra Elvira; in diesem Toponym lebt der Name fort). Gleichzeitig begann sich für das Gebiet der alten Siedlung die neue Bezeichnung Qal'at Garnata ( d. h. „Burg von Granada“) durchzusetzen, aus der sich der moderne Name der Stadt entwickelt hat.

Nach dem Untergang des Kalifats von Cordoba ergriff 1012 der berberische Clanchef Zawi ibn Ziri die Macht in der Provinz und machte das leichter als Elvira zu verteidigende Granada zum Sitz der Dynastie der Ziriden, die von hier aus etwa 80 Jahre lang über eines der bedeutendsten Kleinkönigreiche des südlichen Al-Andalus herrschte, bis sie von den Almoraviden gestürzt wurde. Nach der Vertreibung der Almohaden wurde die Stadt von 1238 bis 1492 Hauptstadt des Sultanats der Nasriden.

Kathedrale von Granada

Am 2. Januar 1492 (das genaue Datum ist strittig) kapitulierte der letzte nasridische Herrscher Muhammad XII. (auch Boabdil) und übergab die Stadt an Königin Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand II. von Aragon, die so genannten „Katholischen Könige“ (Reyes Católicos). Damit war die Reconquista, die „Rückeroberung“ der iberischen Halbinsel für das Christentum, abgeschlossen. Gemäß eines Passus des dabei abgeschlossenen Vertrages wurde die maurische Bevölkerung durch das katholische Heer zur Küste begleitet und setzte von dort nach Nordafrika über, in das Gebiet des heutigen Marokko. Die Fahne des Islam hatte aufgehört im Westen Europas zu wehen.

Dazu benutzt man in Granada den Bus. Sind aber kleine Busse fällt uns auf, hat das einen Grund? Ja es hat einen, erstens kann man mit den Kleinbussen besser rasen, und zweitens sind die Strassen so eng, dass teilweise sogar die Fussgänger zur Seite springen müssen. Hilfe die Fahrerin hält sich wohl für Alonsa..... Gut geschüttelt und gerührt kommen wir oben am Aussichtspunkt an. Von dort hat man wirklich einen ziemlich guten Blick auf die Alhambra. Da drüben thront sie majestetisch auf dem Hügel. Hier hingegen ist reges treiben von Ausflüglern und Fotografen.

Alhambra

Wir machen unsere obligatorische FotosessionMirador de la Alhambra. Schliesslich sind wir nicht zum Vergnügen hier. Als dann wirklich nichts mehr geht ziehen wir uns zurück auf einen Drink. Das Restaurant hat gerade erst geöffnet und der Camarero wirkt motiviert bis in die Haarspitzen. Immerhin liefert er kalte Fantas. Derartig gestärkt machen wir uns auf den Weg ins Tal. Durch verwinkelte Gassen geht es hinab und durch die Innenstadt zurück zum Hotel.

durch die Gassen von Granada

Erstmal durchpusten aber der Tag ist noch nicht um. Denn die Nacht verlangt von uns einen erneuten Ausflug auf den Albaycin. Aber vorher muss noch gegessen werden. Am Fusse der Alhambra finden wir eine ganze Ansammlung von Lokalen. Leicht touristisch verseucht, aber noch im Rahmen. Nach Pizza, Pasta und Bohnen steigen wir nochmal in den Bus zum Albaycin. Anderer Fahrer, gleiches Tempo... Raaaaaaa. Aber alles geht gut. Und bei Nacht ist hier oben noch mehr los.

Alhambra Torre
Cola Werbung in Granada
Alhambra Alcazar bei Nacht

Ganze Reisegruppen, Gaukler, Verkäufer und buntes Volk sind versammelt, es gibt Drinks und Snacks. Und drüben am Berg ist sie wieder der Grund dieses Spektakels – die Alhambra. Glamourös und unantastbar. Aber das werden wir ja sehen.

Nach einer Stativbilderrunde verlassen wir in lauer Sommernacht zum zweitenmal den Hügel auf dem sich soviel Geschichte zugetragen hat.

 

Alhambra bei Nacht

Ein interessanter Tag geht bei 2 Bier zu Ende. Zu Ende? Nein, der Schock in der Abendstunde folgt noch... beim herunterladen der Bilder passiert es. Die Festplatte bleibt stehen, wegen Strommangel. Und lässt sich nicht wiederhochfahren..... der Bootsektor ist hin. Und ich am Boden zerstört... Da war alles so präzise vorbereitet, endlich kein Speicherthema da externer Platte und jetzt das....... Technik ist nicht unser Freund diesesmal aber es sollte noch schlimmer kommen.

Andalusien
Torcal Alhambra