Hum

Hum Hum – kleine Stadt
Guten morgen Kroatien. Wir sind noch etwas Siegestrunken. Daher auch etwas langsamer. Das Frühstück verläuft gemütlich, bei Brot Speck und nein natürlich kein Wein, so spinnert sind wir nun auch nicht. Das Wetter ist nicht der Renner heute, ein Tief von Italien zieht herüber und das Meer ist unruhig. Was gibt es da für Alternativen? Genau ein Ausflug. Kroatien bietet nicht nur Strand und Meer, nein auch kulturell ist hier was los.

Motovun

Robert schlägt zwar Motovun vor, aber das kennen wir schon von anderen Reisen, daher geh es heute nach Hum, der urkundlich kleinsten Stadt der Welt und gleichzeitig der Wiege der Glagovitischen Schrift einem Vorläufer des kroatischen. Das wollen wir doch mal anschauen.
Gesagt getan ab in den Wagen und die rund 110 km gen Norden gefahren. Auf der beliebten Bundesstrasse geht das ja auch schön langsam weil LKW und Wohnwägen gemütlich vorneweg rollen.

Berg Ucka Hum Stadttafel in Glagovitischer Schrift
Kirche in Hum

Schneller wird’s erst als wir Richtung Buzet abiegen. In der Nähe von Roc geht es dann auf eine kleine Nebenstrasse die an der glagovitischen Allee entlang nach Hum führt. Hum hat heute ca. 15 Einwohner und ist auf einem Hügel gebaut. Ein niedlicher Ort mit allerlei Gässchen und einer Kirche in der Mitte. Ein paar Katzen streunen und viele Häuser sind verlassen. Aber es gibt eine kleine Kneipe. Dort nehmen wir angestrengt von der umfangreichen Besichtigung einen Snack. Salzfleisch mit Kraut. Sehr lecker. Dazu Coke. Auch ein paar Andenken gibt es noch, alles schöne Staubfänger.

Gasse in Hum
Peter in Hum Hum Stadtwappen

Hum ist mit 14 Einwohnern offiziell die „kleinste Stadt der Welt“
Die mittelalterliche Touristenattraktion Hum liegt in der westkroatischen Region Istrien, etwa 14 km von Buzet entfernt.
Der Grundriss und das Aussehen der guterhaltenen Gebäude der Stadt sind seit dem 11. Jahrhundert unverändert geblieben. In jener Zeit gehörte Hum zum Frankenreich. Hum wurde seinerzeit auf den Resten einer alten Festung gebaut.

Galogovitische Allee

Hum war in seiner langen Geschichte eines der kulturellen Zentren der urkroatischen Schrift Glagoliza. Diese Schrift wurde in der Gegend um Hum sogar noch bis Anfang des 19. Jahrhunderts verwendet. Die Glagolitische Allee zwischen čRoc und Hum erinnert an die Entwicklung der Schrift.

Wir halten uns zurück und fahren lieber wieder retour Richtung Pula. Dort gehen wir noch kurz einkaufen und kehren in die Wohnung zurück. Heute essen wir daheim. Hausmannskost mit Bier Wein und Gin Tonic. Zu Olympia gibt’s dann Jägermeister für das deutsche Reitergold.

Istrien
Kamenjak Pula