La Palma

La Palma-
In La Palma angekommen gehen wir nach dem Frühstück von Bord. Den Mietwagen haben wir für 9 Uhr bei Cicar gebucht, die Ihr Büro hier direkt im Hafengebäude haben. Als wir ankommen warten schon weitere Kunden, die Ihr Auto für 8 Uhr gebucht hatten und entsprechend heiter sind…
Während wir warten noch ein wenig über La Palma:

06.März 2007

Hafen von Santa Cruz de la Palma

La Palma ist wie alle Kanarischen Inseln vulkanischen Ursprungs. Mit einem Alter von rund zwei Millionen Jahren gehört La Palma zu den jüngsten Inseln der Kanaren. Die Entstehungsgeschichte ist im Kapitel Kanarische Inseln ausführlich beschrieben. Vom Meeresboden in etwa 4.000 Metern Tiefe erhebt sich die Insel von dort fast 6.500 Meter und besteht zur Gänze aus verschiedenen vulkanischen Gesteinen. Im Verhältnis zur Grundfläche zählt La Palma zu den höchsten Inseln der Erde.

Nebel zieht über das Mittelgebirge

Ein wenig spanische Einstellung macht sich bemerkbar, auch beim Wagen, einem Opel Astra, der diverse Macken hat. Aber alles kein Problem lt. dem Senor. Ok, also fahren wir los.
Angeblich gibt es hier viele renovierte kanarische Balkone mit den klassischen Holzgittern, die den Wind ein aber die Sonne draussen lassen sollen. Portugiesisch maurischer Stil heisst es im Reiseführer. Wir sehen nur Baukräne und Strassenbau.

La Palma

La Palma (eigentlich 'San Miguel de la Palma') ist die nordwestlichste der sieben großen Kanarischen Inseln, die eine der siebzehn Autonomen Gemeinschaften Spaniens bilden. La Palma liegt im Atlantischen Ozean. Die Insel hat bei einer Fläche von 708 Quadratkilometern eine Länge von etwa 42 Kilometern und eine Breite von etwa 28 Kilometern. Damit ist sie die fünftgrößte der Kanarischen Inseln. Sie gehört zu der spanischen Provinz Santa Cruz de Tenerife. Hauptstadt ist Santa Cruz de La Palma auf der Ostseite. Auf der Westseite La Palmas befindet sich die größte Stadt der Insel, Los Llanos de Aridane. Die Landessprache ist Spanisch mit latainamerikanischem Einfluss.

Blick auf La Palmas Westküste

Ein Theorem besagt auch, dass die halbe Insel im Falle einer geologischen Eruption ins Meer fallen und so einen Super Tsunami auslösen könnte. Nun vielleicht nicht grade heute bitte.
Gegen 9.20 kommt dann auch der Cicar Mensch. Gelassen und geduldig lässt er den Zorn der 8 Uhr Bucher an sich abprallen. Schlieslich muss der Mann ja frühstücken und Geschäft lohnt sich ja erst ab 3 Personen.

Nicole Ela und Holger vor dem Astra  im Taburiente

Diese Bauten wirken sich auch auf die Strassenbezeichnung und die Vista Points aus. Karte und Realität unterscheiden sich, man fühlt sich fast an ERNA unser Navi (Andalusien) erinnert. Aber der Trick ist relativ profan. Einfach EINS dazu addieren, dann stimmt auch die Strasse. So fahren wir ins Landesinnere und immer noch drohen finstere Wolken. Das scheint auch den Aussichtspunkten zu missfallen und so sind sie einfach nicht da wo man sie erwartet. Aber La Palma West ist nicht La Palma Ost, denn genau hinter dem Bergrücken lösen sich die Wolken auf. Das ist nicht so dahingesagt, das kann man hier direkt beobachten. Die Wolke klettert über den Berg und bekommt von der Sonne so eine verbraten, dass sie sich in nichts auflöst. Haben wir vielfach dokumentiert:

Panorama in der Mitte von La Palma
Aussichtspunkte in der Caldera  de Taburiente

Und jetzt sind wir in El Paso, das liegt nicht etwa am falsch abbiegen, sondern der Ort hier heisst genauso. Hier ist der EINgang zur Caldera de Taburiente und ein Visitor Center haben sie auch. Ein wüster Betonklotz aber innen durchaus interessant mit Schautafeln, Bildern und !Toiletten. Alles über den Vulkan eben, der gleich nebenan wohnt. Man könnte auch dahin wandern, es gibt etliche Wanderwege aber wir haben nur Stunden, nicht Tage. Von daher fahren wir durch den Wald die Aufstiegsstrasse hinauf zum Aussichtspunkt La Cumbrecita (1300m).

Dort ist eine Menge los. Einige Busse, viele Autos und viele Touris. Leider nur wenig Parkplätze, aber wir ergattern doch einen. Geschickt. Und jetzt los zu einem Punkt an dem wir auch etwas sehen. Hier sieht man den Vulkan vor lauter Bäumen nicht. Also gehen wir ein Stück den Rim entlang, den Schildern hinterher. Vorne gibt’s einen Mirador ( de la Chozas). Der Hinweg geht leicht bergab, und das bei 30 °. Am Aussichtspunkt hat man dann einen schönen Blick, wenn erst mal alle Besucher zur Seite gegangen sind.

Holger und Ela am Lomo de Las Chozas
Nicole und Peter am Lomo de Las Chozas
Caldere de Taburiente

Danach blockieren wir den Punkt und fotografieren die Caldera von oben und unten. Gegenüber kann man auch den Campingplatz erahnen, der mitten in der Caldera liegt. Nichts für uns zu beschwerlich und ziemlich zerklüftet, öde und einsam. Nun wems gefällt. Wir laufen wieder unseren Weg zurück zum Parkplatz, diesmal bergauf und wir kommen ganz schön ins Schwitzen. Zu dumm dass wir nichts zu trinken dabeihaben. Und hier gibt es leider keinen Coffee Shop wie z.B. in den USA. Also fahren wir den Weg wieder hinab, weichen 2 Reisebussen aus (AiDA ;-) ) und halten an einer Tankstelle in EL Paso.

Dort gibt es kühle Cola oder Saft oder sonstige Kaltgetränke. Und ein wenig Tanken tun wir auch. Äusserst günstig hier, deutlich unter einem EURO der Liter. Prima. Und weiter geht’s. Der Ort selbst ist ein Touristennest aber die Mandelbäume blühen in reinstem weiss. Das würde Roy Bläck gefallen. Überhaupt, diese Seite der Insel ist etwas karger, mehr Kakteen und trockenere Böden. Ab hier ist dann auch der grosse Tourirummel vorbei. Nur noch schmale Strassen führen zu volltourifizierten Ressorts an den Westküste.

weisse Mandelblüten
Aussichtspunkt Las Indias

Am Aussichtspunkt Las Indias sieht man zum Beispiel die Touristenanlage Playa Chicas.  Und davor nichts als blaues Meer…
Der Weg führt uns weiter ans Südende der Insel nach Los Canarios, auch bekannt als Fuencaliente. Dort gibt es Wein ! Weib ? und Vulkan.

La Palma Volcanes
zum Volcan San Antonio
Volcan San Antonio - La Palma

Sogar gleich 2 davon und die sind erdgeschichtlich betrachtet noch voll aktiv. Den alten Toni (San Antonio), mit 667 m etwas höher und den kleinen Teneguia (439 m). Beide kann man besichtigen, aber hier lässt man sich das bezahlen. Kleines Visitor Center, grosser Eintritt. Na gut 4 Eur sind ja noch im Rahmen. Dafür bekommt man eine Karte von den aktiven Vulkanen und deren Ausbrüchen und eine Eintrittskarte, die zum Gang um den Krater berechtigt.

 Über einen heissen Lava Weg bei 30 ° laufen wir den Kraterrand entlang und bestaunen den Krater. Sieht ganz friedlich aus und Bäume wachsen hier auch schon jede Menge. Überall dieser schwarze Sand. Über die ganze Halbinsel verstreut von früheren Ausbrüchen. Im Norden sieht man wieder hoch bis zur Mega Touri Anlage von La Palma und Teneguia Princess. Na gut, von mir aus. Wir schiessen lieber noch ein paar Bilder, auch vom Teneguia, obwohl das Licht schon etwas zu wünschen übrig lässt.

der Krater des Teneguia
Peter at work - Minolta 5d
Astra Werbung am Teneguia

Weiterfahren tun wir dennoch, so langsam sollten wir zurück Richtung Schiff. Aber einen haben wir noch, den alten Concepcion. Ja man erinnere sich heute morgen hatte er sich vernebelt oder wir waren benebelt, und jetzt auf dem Rückweg fahren wir die Strasse noch mal nach oben. Komisch. Diesesmal ist er sofort da. Neben der Baustelle…. Na gut. Wenns denn sein muss, hier hat man ja auch einen fiesen Blick.

MS Deutschland - das Traumschiff
Villa am Meer auf La Palma
Nicole geniesst die Sonne am Teneguia
Holger Nicole und Ela auf dem Kraterrand

Ausserdem weht ein wüstenhafter Wind, der Khamsin oder Sirocco aus Afrika? Gut einen Vulkan haben wir also, nein eigentlich 2, der Taburiente ist ja auch einer. Bleibt noch Zeit für den Teneguia, ja, aber die Piste ist bescheiden und es dauert, ausserdem liegt der Kegel im Gegenlicht. Na prima, dann lieber ein Werbebild für die Fa. Opel. Astra im Fokus, Focus im Focus wäre noch besser ;-)) Nein kaufen würde ich ihn wohl trotzdem nicht, wir kennen eben auch das Innere.

die fruchtbare Vulkanerde auf La Palma
Mirador de la Concepcion - Blick auf die AIDA

Man sieht die gesamte Küste, die Aida, die alte Deutschland, das angebliche Traumschiff. Fragt uns in 30 Jahren noch mal, im Moment haben wir keine Ambitionen auf den 5* Pott mit steifen Kragen und Ballettschuhen. Aber der Spot hats in sich. Nachdem wir unseren Bilderrausch ausgetobt haben schaffen wir es sogar noch, unten am Hafen ein paar Bilder vor der AIDA zu schiessen. Ist gar nicht so einfach.

Nicole Peter Ela und Holger vor der AIDA
Wolken über La Palma

Wir sind ja da, aber alle 4 aufs Bild? Kamera hochwerfen geht nicht gut, aber der Astra taugt auch als Stativ. Plastik (Kamera) aufs Blech und dann breit läääääääächeln. OK. Zurück zum Schiff. Schlüssel vom Wagen elegant durchs Fenster der Cicar Büros werfen, das wars.
Schön war sie die „la isla bonita“ – die schöne Insel wie sie von den Spaniern liebevoll genannt wird. Mal schauen was jetzt kommt –
Über Fuerte(ventura) hat man ja schon so einiges gehört……

Kanaren
Madeira

wüste Geschichten auf Fuerte?

Fuerteventura