Madeira

Madeira
Madeira (port. madeira = „Holz“) ist eine portugiesische Insel etwa 1.000 km südwestlich von Lissabon und 600 km westlich der marokkanischen Küste im Atlantischen Ozean. Sie gehört mit der kleineren Insel Porto Santo und zwei unbewohnten kleineren Inselgruppen, den Ilhas Desertas und den Ilhas Selvagens, zur Inselgruppe Madeira, die die autonome Provinz Madeira bildet. Als Teil Portugals gehört Madeira zum Gebiet der Europäischen Union. 94,5 % der Bevölkerung Madeiras gehören der römisch-katholischen Kirche an.

Anfahrt auf Funchal
Madeira

Madeira ist eine geologisch recht junge Insel und auch beim Publikum en vogue. Schon im 19 Jh verbrachten gekrönte und ungekrönte Häupter ihren Urlaub oder die Sommerfrische in Madeira. Das milde Klima lockt auch heute noch jede Menge Touristen und Kreuzfahrtschiffe an. Entdeckt wurde die Insel von portugiesischen Seefahrern und war auch später ein wichtiger Punkt auf der Reise zwischen den Kontinenten.

04.März 2007

Costa Victoria in Funchal
in der Ferne Cabo Girao

Als wir in den Hafen einlaufen sehen wir dort schon die „Costa Victoria“ liegen, die ein paar Stunden vor uns aus dem Hafen von Santa Cruz de Teneriffa ausgelaufen ist. Nach dem Anlegen geht alles weitere ziemlich flott und schon nach 30 Minuten kann man von Bord gehen
So auch wir und nach dem Einlaufen gehen wir direkt von Bord. Da steht auch schon unser Mietwagen . Wird uns von economy car rental direkt ans Schiff gebracht. Nettes Wägelchen ein Ford Fiesta, kurz Papiere ausfüllen und los geht’s. Leider ist das Wägelchen etwas schwach auf der Brust. Gas geben kann man aber passieren tut nicht viel. 36 PS für 30 Eur sind aber durchaus angemessen.

Panorama Madeira Süd

Nun jedenfalls nehmen wir Kurs auf unser erstes Ziel, die Klippen vom Cabo Girao.
Angeblich die höchsten Klippen Europas. Aber das sagen sie in Irland auch. Na gut. Aber 580 m sind schon ein Wort. Auf dem Weg dahin fährt man durch etliche Bananenplantagen. Lecker aber für den europäischen Markt leider zu klein. An einem Vorkap halten wir in „Sichtweite“ der Klippen an, direkt am Meer. Auch eine Art Strandbad gibt es hier. Aber weder Meer noch Land wirken wirklich einladend um zu baden. Nöööö.

Cabo Girao mit Vorkap
580 m tief Cabo Girao

Der Weg führt weiter bergauf (macht Sinn!) und nach einigen Kurven und etwas suchen steht man direkt vor dem kleinen Parkplatz. Dort lauern auch schon die fahrenden Händler die mit Stickwaren, Hüten, Basecaps und Korbwaren aufwarten. Nostalgie gepaart mit Moderne. Der Aussichtspunkt hingegen ist wirklich sehenswert. Schon der alte Winston  (Churchill) zog sich hierher zum Malen zurück. Und das obwohl Madeira gar nicht zum Empire gehörte.

Cabo Girao Madeira Peter & Nicole am Cap

Die Absperrungen wirken auch etwas antiquiert, aber sie halten uns trotz umtriebigem Knipsen aus. Unten sieht man Wasser und ein paar dieser kleinen Felder die schwer zugänglich doch bewirtschaftet werden. Platz ist eben knapp auf Madeira.

Cabo Girao

So jetzt gehen wir die Schwestern besuchen. Der Weg führt zum Curral das Freiras (Stall der Nonnen) bzw. zum Eiro do Serrado, einen Aussichtspunkt in Mitten der Wälder, oberhalb des Ortes Curral das Freiras gelegen.

Eira do Serrado
Curral das Freiras - Stall der Nonnen

. In den Wäldern die wir langsam durchfahren (der Wagen, genau!) riecht es feucht und herrlich nach Eukalyptus. Da die Wolken immer näher rücken sind wir gespannt ob man überhaupt was sieht da oben auf 1050 m.  Und tatsächlich, wir bleiben grade so unter den Wolken. Aber schön ist es nicht und das zeigt sich auch dadurch, dass nicht viele Leute heute hier oben sind. Der Ort selbst ist wenig spektakulär. Die Nonnen sind  nicht mehr da und vom Kastaniensirup lässt sich bescheiden leben.

Wilde Agaven Spass mit Spasskappen- Traditionelle Mützen

Deshalb setzt man auf Tourismus. Warum heisst das eigentlich Nonnental? Nun die Nonnen – nicht dumm, hatten irgendwann genug von den ständigen Überfällen der Piraten des Mittelmeers und zogen sich zurück in die bescheidene Einöde der Inselmitte.
Und wer jetzt denkt, ist ja einfach hierher zu kommen – die Strasse gibt es erst seit 1959. Der Blick von Aussichtspunkt ist lohnenswert, man sieht die Hangterassen und die umliegenden Berge von Wolken verhüllt. Dazu wachsen exotische Pflanzen wie Agaven hier oben

Wilde Malven
Kirche in Funchal

 Dennoch ist es irgendwann genug und wir fahren nach einem kurzen STop im Shop wieder hinab nach Funchal. Dort machen wir noch einen Stop am Rico dos Barcelos, den wir beim Weg hinauf glatt übersehen haben. Es dunkelt schon ganz leicht, aber unten im Hafen sieht man die AIDA liegen und umgeben sind wir von den Stadtteilen von Funchal. Schön anzuschauen und verspricht mehr für Morgen. Recht unspektakulär fahren wir mit der Karre zurück zum Schiff.

Funchal at night

mehr Madeira

Kanaren
AIDA Madeira 2