Madrid
Toro Espana

Buenos Dias en Espana

An einer Autobahnstation nahe Vitoria, dann eine interessante Erfahrung. Grade als wir aus der Station fahren kommen 2 Humvees de Guardia Civil an, aus denen schwer bewaffnete Milizionäre  strömen, die hier eine Verkehrs- und Personenkontrolle aufbauen. Von uns mit Kennzeichen D wollen sie nichts, aber allemal ist das ein  wenig erschreckend. Also doch nichts wie weg aus dem Baskenland. Ab Burgos fährt man dann auf der zentralen Hochebene und erstaunlich ist, dass man linker Hand weithin schneebedeckte Berge sieht. Der weitere Weg selbst ist unspektakulär nach weiteren 2 h Fahrt und schon in der hereinbrechenden Nacht erreichen wir unser heutiges Ziel: Madrid, die Hauptstadt Spaniens.

El Toro
Metro El Carmen

Unser Hotel liegt fast direkt an der Einfallsstrasse, und ist auch sehr schön und modern, aber die Gegend ist eine typische Vorstadt und die Strassenperipherie nicht grade einladend. Also nehmen wir unser Essen im Hotel Restaurant ein, was sich im Preis -Leistungsverhältnis auch als absolut in Ordnung erweist. Leckeres Steak und leckerer Fisch mit etwas Rose runden den Tag wirklich ab und wir begeben uns alsbald zur Ruhe.
Morgen, ja morgen werden wir dann Madrid unsicher machen.....
Unser Hotel liegt in der Nähe einer großen Arena und dort ist auch die Metro (El Carmen) angesiedelt.

Madrid - 04.05.2008

Madrid ist die Hauptstadt von Spanien. Mit seinen knapp 3,2 Millionen Einwohnern ist Madrid die viertgrößte Metropole der Europäischen Union.
Madrid ist erst recht spät eine wirkliche Metropole und Großstadt geworden, weshalb es noch einen recht kleinen und beschaulichen Altstadtkern gibt, der früher einmal ein ganzes Königreich regierte. Dieses Altstadtgebiet - ist zweifellos das interessanteste in Madrid.
Und das wollen wir uns heute gerne mal anschauen. Nach einem spanischen Frühstück, das durchaus Ähnlichkeiten mit einem englischen Frühstück hat begeben wir uns in die Innenstadt.

die Oper
am Palast

Metro fahren ist recht einfach in Madrid die Linien sind nach Farben unterteilt. Das einzige worauf man wirklich achten sollte sind die Pickpockets, die Taschendiebe. Das ist hier wirklich ein Problem. Ich merke das gleich als ein paar Jugendliche sich nah an mich herandrängen. Irgendwie begehrliche Blicke, aber mein Portemannie ist in der Vordertasche... und oben drauf MEINE Hand. Da wollen wir doch mal sehen. Als es Platz gibt weichen wir auf Sitzplätze aus und prompt spricht uns eine spanische Mitfahrerin darauf an. Alles verstehe ich nicht, aber peligro el robo und el ladron reichen um zu verstehen was gemeint war.  Nun wir sind dem ohne Schaden entronnen.
Bei der Oper steigen wir aus und sind direkt im Zentrum der Altstadt.

Die Innenstadt ist dicht gedrängt mit Sehenswürdigkeiten und man kann das ganze Gebiet gut zu Fuß erkunden. Unser erster Stopp ist der Palacio Real, der Palast der Königs. Hier residiert also Juan Carlos, wenn er in der Stadt weilt. Häufiger ist er allerdings im nahe gelegenen El Escorial zu finden oder beim Segeln oder bei Sportveranstaltungen. Vor dem Palast ist die Aufreihung von Statuen früher kastilischer Könige und ein Brunnen. Der Palast wird von Guarida Civil Leuten bewacht, die man nicht fotografieren sollte. Den Palast im Inneren kann man besichtigen, was aber mit 11 EUR relativ teuer ist.

el Palacio Real
Kathedrale von Madrid der Palast von Madrid
die Kathedrale von Madrid

Dafür sieht man die Waffensammlung und eine frühe Apotheke mit allerlei Arzneien aus früheren Jahrhunderten. Sehr sehenswert und kostenfrei ist hingegen der Innenhof. Gegenüber dem Palast ist die Kathedrale von Madrid im neu romanischen Stil. Wenngleich ein großer Bau mit großem Namen so steht die Kirche Santa María la Real de La Almudena doch im Schatten der Kathedralen von Toledo, Sevilla, Grenada, Burgos oder Saragossa, die alle kulturhistorisch bedeutender und älter sind. Daran kann auch die Hochzeit des Prinz von Asturien Felipe mit Letizia im Jahre 2004 nichts ändern.

Von hier gelangt man über die Calle Mayor zur Plaza de Villa, einem kleinen Platz mit dem Gebäude des ehemaligen Verwaltungsgebäudes (Rathaus), des sehr nett anzusehen ist.

das alte Rathaus von Madrid rundes Haus Madrid
Madrid Wohnhäuser
Plaza Mayor

Nicht weit davon liegt dann auch die Plaza Mayor. Dieser bedeutenste Platz in Madrid diente früher für allerlei wie Märkte, Feste, Hinrichtungen, Stierkämpfe, ein Allzweckplatz also. Heute steht in der Mitte Felipe der II. gegenüber des bunt bemalten Gebäudes Casa de Panaderia das früher Hauptquartier der Bäckerzunft war. 9 Tore führen auf diesen sehr belebten Platz an dessen Rändern Cafes zu finden sind, die regen Zuspruch finden.
 

Felipe II - Madrid
bei der Arbeit

Etwas außerhalb des Platzes wieder an der Calle Mayor finden wir für uns einen interessanten Stopp. Das Museum des Schinkens. Hier gibt es geräucherten Schinken (Serrano) in allen Formen und Farben zu kaufen oder auch zum sofortigen Verzehr. Wir nehmen einen Schinkenteller mit Brot und ein Bier für kleines Geld und danach noch eine Auswahl verschiedener Schinken. Das ganze ist sehr rustikal aber absolut lecker und auch bei Einheimischen offenbar sehr beliebt.

Dermaßen gestärkt setzen wir unseren Fußmarsch fort und kommen direkt zur Puerta del Sol, einem anderen bekannten Platz in Madrid, wo jedes Jahr das Neujahrsfest gefeiert wird. Außerdem ist hier die km 0 Marke aller spanischen Autobahnen, die radial von Madrid wegführen. Auch die Überlebensgroße Statue von Tio Pepe prägt das Erscheinungsbild des Platzes. Weiter an der Calle de Alcala (ab Puerta del Sol) entlang kommt man an der Kunstakademie vorbei, die von außen aber eher düster und unnahbar wirkt. Ein Stück weiter an der Kreuzung mit der Calle Gran Via steht als Eckgebäude das Haus Metropolis.

Puerta del Sol
rundes Eckhaus Madrid Metropolis Madrid

Herausstechend an diesem Gebäude ist die fein gegliederte Fassade und die Kuppel. Bis 1975 stand auf der Kuppel ein Phönix, die nach dem Erwerb des Gebäudes durch die Fa. Metropolis aber gegen die heutige bekannte Viktoria ausgetauscht wurde.
Und nur wenige Meter weiter ist bereits der nächste bekannte Platz in Madrid, die Plaza de Cibeles, mit dem gleichnamigen Brunnen, der die phrygische Göttine Cibele auf dem Streitwagen gezogen von zwei Löwen zeigt. Heute zeigt sich aber kein Löwe, denn der Brunnen ist von einem Podest /Gerüst und etlichen Übertragungswagen verdeckt. Was ist passiert? Natürlich, der städtische Fußballclub hat mal wieder die Campeon gewonnen und dieses Ereignis wird heute Abend hier überschwänglich gefeiert werden. Schade, ich hätte lieber den Brunnen fotografiert.

Engel auf Metropolis
Neues Rathaus

Auf der Ostseite des Platzes liegt das ehemalige Hauptpostamt von Madrid, der Palacio de Comunicaciones. Seit November 2007 ist hier das Rathaus der Stadt untergebracht, nachdem das alte Gebäude am Plaza de Vila den Anforderungen nicht mehr gerecht wurde. Hier beginnt auch der Paseo del Prado. Prado, da war doch was. Irgendwas mit Kunst? 

Velazquez
Tritonbrunnen

Genau. An dieser Strasse liegen die wichtigsten Kunstmuseen der Stadt. Auch die Börse (fragwürdige Kunst) ist hier an der Strasse gelegen. Das erste Museum auf der rechten Seite ist das Museum Thyssen Bornemisza. Dort findet man all die Künste die der alte Stahlbaron Heinrich Thyssen mit seinen Stahlmillionen so zusammengekauft hat.

El Prado

Das Museum geht durch alle Epochen. Stilvoll untergebracht ist es im Palacio Villahermosa. Nach dem Platz mit dem Neptunbrunnen liegt auf der linken Straßenseite das altehrwürdige Gebäude des Prado. Auch wenn ich sonst Museen im Urlaub normalerweise nur von außen anschaue, hier ist es wie mit dem Louvre, man kann nicht daran vorbeigehen. Um das Museum herum sind Statuen der großen spanischen Maler angeordnet, z.Bsp. Velasquez, El Greco und Goya, die auch einen Hauptteil der riesigen Sammlung bilden. Im Museum ist fotografieren leider verboten und die Wächter haben ein strenges Auge darauf.

Weil wir knapp in der Zeit sind beschränken wir uns auf einen Auszug und die wichtigsten Werke u.a. die nackte Maya von Goya, die Hoffräulein (das vielleicht wertvollste Bild der Sammlung) von Velasquez, das Selbstporträt von Albrecht Dürer, die Heilige Dreieinigkeit von El Greco, die 3 Grazien von Rubens und Karl der IV. mit Familie von Goya. Irgendwann merkt man wie riesig das Museum ist und wir machen noch eine kurze Schnauf- und Trinkpause in der Cafeteria.

Parque del Retiro
El Prado

Hinter dem Museum liegt 2 Strassen weiter der Eingang zum Parque del Retiro. Dem Central Park von Madrid. Durch die Gärten am Paseo de Argentina kommt man zum See und dem Denkmal von Alfonso dem XII. das dem Platz dominiert. Bei schönem Wetter so wie heute findet man etliche Bootsfahrer die auf dem kleinen See hin und herrudern und jede Menge flanierende Leute.

Denkmal Alfonso XII Teehaus

Wir nutzen die Gelegenheit einfach mal hinzu sitzen die Sonne zu genießen und ein wenig zuzuschauen was hier so läuft, das Ganze mit einem frischen San Miguel untermalt. Nicht weit von hier findet man auch den Palacio Crystal ebenfalls mit einem idyllischen und exotischen  See im Vorfeld. Auch heute noch sieht man hier junge wilde, die sich ausleben und austoben. In den verbliebenen Gebäuden im Park sind Museen aller Art untergebracht hier kann man unter anderem das Schwert des berühmten Nationalhelden "El Cid" bestaunen. Wir verlassen den Park durch die Avenida de Mejico direkt zur Puerta de Alcala

maurische Kunst
maurische Statue
Marmorase
Brunnen
Puerta de Alcala

Früher befand sich hier die Stadtgrenze und die Strasse nach Alcala de Henares begann hier, daher auch der Namen. Heute steht hier am Unabhängigkeitsplatz ein monumantales Tor. Damit ist unsere Innenstadtbegehung von Madrid für heute auch abgeschlossen. Wir haben wirklich viel gesehen und steigen bei El Retiro in die Metro die uns Richtung Hotel bringt. An der Plaze de Las Ventas (Linie2) steigen wir aus und sind direkt an der Stierkampfarena. Nicht irgendeiner Stierkampfarena. DER Stierkampfarena. Dieser Schlachthof gilt als das Herz des Stierkampfes weltweit. 25.000 Zuschauer ergötzen und ergeifern sich am Leiden der Tiere - und das jeden Sonntag.

Wie in einem Stadion werden Wimpel und Krimskrams verkauft und auch Leute aller Couleur und Alters strömen gerade (heute ist Sonntag und es ist 17.30 Uhr) in die Arena. Mir wird nur schlecht dabei! Das Gebäude an sich ist recht schön im maurischen Stil, aber der Zweck nur abscheulich. Haben unsere Stadionplaner eigentlich daran gedacht, wenn plötzlich alle Stadien nur noch Arena heißen. Was im Übrigen auf den deutschen Sprachraum beschränkt ist - Glückwunsch Ihr Bundesligaspieler, seid ihr doch in der Diktion des Wortes nicht mehr als Schlacht......  Ok. genug des Abschweifens. Wir gehen zurück ins Hotel und kaufen noch ein paar Lebensmittel in einem ethnischen Market ein. Das gibt es dann als Abendessen im Zimmer. Grüße von San Miguel.... und Gute Nacht.

Biarritz
namenloses Gebäude Stiermetzger

wollt ihr ein echtes Stadion sehen?
Real Madrid und Toledo warten..

Portugal Toledo