Pula

Tennisträume in Pula
Bok! Sagt der Kroate in jeder Lebenslage. Wir auch heute morgen. Ein spannender tag. Robert nimmt nach Jahren wieder einen Tennisschläger in die Hand. Nicht dass ich Topfit wäre, aber immerhin habe ich das Racket dieses jahr schon ein paarmal benutzt.Also auf den Court im nahegelegenen Club. Es ist ziemlich heiss. Aber traditionell hat uns das nie gestört. Nur die Jahre ziehen ins Land und ein Death Valley Duell vor 11 jahren war halt ein anderes Kaliber. Das Spiel verläuft wie erwartet. 6:3 6:2 und beide ziemlich alle.

Arena di Pula
Pula Amphitheater

Robert hat die Farbe reifer Tomaten und schnauft wie ein Walross. Ich finde das bedenklich, aber er meint das wäre normal. Nun gut. Im Lokal trinken wir erstmal eine Apfelschorle und eine Cola zum Löschen. Danach geht’s zurück duschen und umziehen. Als nächstes Fahren wir in die Stadt um Geld zu holen und kurz durch die Fußgängerzone zu laufen. Der Weg zum Essen geht heute in den Hafen von Pula ins VELA NERA. Hier legen auch feine Schiffchen an und der Wirt ist auch Sommelier. Die Qualität des Essens ist gut und der Wein schmeckt auch fein. Das Arrangement wird abgerundet durch Gäste aus Amerika.

Pula Center
Trajans Bogen Pula

Fraglich nur, ob die Jungs mit dem Boot oder mit dem Flieger angereist sind. Das Ganze ist jedenfalls eine Riesenshow, weil sie sich benehmen – ja wie Amerikaner halt. Laut, aufdringlich und unappetitlich. Wir müssen uns das Lachen heftig verkneifen.
Aber das Entrecote bei Sonnenuntergang und Abendrot geniessen wir trotzdem in vollen Züden, denn hier kann man es aushalten.
Olympia ist heute weniger was los. Die Schwimmer sind immer noch recht matt und Leichtathletik ist spannend aber keine Deutschen im Focus.

La Strada
Irgendwie haben wir heute keine Lust gross was zu tun. Und wir sind ja schliesslich am Meer. Also gehen wir abhängen an den Strand. Der ist in unmittelbarer Nähe wie man seit Tag1 weiss. Dort lassen wir uns nieder und bewerten die Situation. Das Meer ist ruhig also wagen wir den Weg ins Wasser. Wie wir jetzt feststellen hat man in den vergangenen Jahren gebaut und jetzt führt ein Laufweg ins Wasser an den Felsen vorbei. Das Wasser ist herrlich. Aber voll. Ganz schön viele Leute hier im Wasser. Und ein paar übermutige jugendliche tummeln sich auch hier. Kopfsprünge mit Salto, wenn das mal gutgeht. Nachdem wir lange genug durchgeweicht sind geht es an Land und wir trinken ein stärkendes Bierchen in der angeschlossenen Wirtschaft.

Eufemia Kirche Pula
Blick auf den Hafen von Pula

Robert redet gleich wieder vom Essen. Aber alles zu seiner Zeit. Vorher wird gekardelt. Eine Runde Blackjack der Verlierer zahlt die Drinks heute Abend. Das Glück ist mir auch hier hold. Knapper Sieg da gibt’s heute einen Freiwein. Doch wohin die Schritte zur Magenfüllung wenden? Weil heute unser letzter Tag ist, gehen wir nochmal ins Milan. Heute keine Russen aber das Stammtischkolleg einer kroatischen Bank oder sowas. Die bekannten Szenarien spielen sich ab – Slivo Slivo Hoppsassa und auch die einzige Dame am Tisch ist mit dabei. Wir hingegen nehmen was leichtes. Suppe, Vorspeise, Hauptspeise und Nachtisch. Dazu ein guter ausländischer Rotwein. Das mundet vorzüglich und die Kellner sind sehr zuvorkommend. Nach dem Essen noch ein bisschen Digestiv und einen Whisky. Der Heimweg ist sehr angeheitert. Daheim noch die üblichen Drinks und immer noch Olympia. Seis drum nächste Woche schauen wir daheim.

Sretan Put

Ja heute ist schon wieder Schluss mit Urlaub. Schade denn es war sehr erholsam und ruhig. In aller Frühe also so gegen 10.30 Uhr packen wir unsere Sachen und räumen noch ein wenig auf. Das Auto ist beladen und gemütlich rollen wir die kroatischen Strassen entlang bis wir die slowenische Grenze erreichen. Doch diesmal führt der Rückweg nicht über Slowenien sondern über Italien.

Frachter im Hafen von Pula
WebIMAG0030

Denn hier gibt es wunderbare Supermärkte z.B. im Centro di Friuli bei Udine. Dort schlagen wir so richtig herzhaft zu. Salami, Prosciutto, Coppa, Kekse Olivenöl, Balsamico und alles was die italienische Küche sonst noch zu bieten hat. Ein Teil des Einkaufes wird Deutschland nur durch die Innenwände unseres Bauches sehen, aber es lohnt einfach. Die restliche Fahrt verläuft unspektakulär und so sind wir gegen 20 Uhr wieder zurück in Plochingen. Das war also unser Kurz Urlaub in Istrien  Hvala Lepa & Do videna!

Istrien
Hum Istrien