Silves

13.05.Strand
Heute legen wir mal einen geruhsamen Strandtag ein. Spätes Frühstück und dann an den Hoteleigenen Strand. Aber davon erzähle ich mehr an anderer Stelle wir springen also einen Tag und gehen direkt nach

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Silves - 14.05.
So, frisch erholt vom Strandtag können wir heute wieder volle Pulle loslegen. Es ist leider etwas bewölkt, d.h. Meeresaktivitäten sind nicht unbedingt angesagt. Also fahren wir ins Landesinnere noch mal eine dieser vielgepriesenen Städte anzuschauen. Ein wenig skeptisch sind wir schon, aber dieses mal werden wir sehr positiv überrascht. Schon beim heranfahren schaut Silves sehr gut aus. Und wir suchen nach einem Weg ein Panoramabild zu machen. Von der zweispurigen Schnellstrasse aus ist das kaum möglich.

Also biegen wir kurz ab und kommen nach 200 m an die Einfahrt eines Hotels (Hotel Molina dos Mouros). Das schaut für sich schon sehr schön aus und man könnte hier sicher nett Urlaub machen, vor allem mit dem Blick auf die Stadt. Nach getaner Arbeit fahren wir hinab in die Stadt und suchen einen Parkplatz. Den finden wir etwas außerhalb, aber durchaus noch in läuferischer Entfernung. So geht es durch schmale Sträßchen am Kastell (unterhalb) entlang bis wir den zentralen Platz erreichen. Dort sehen wir etwas was wir bisher ganz nachhaltig vermist haben.

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Es gibt Leute die haben einen Eimer Farbe und verwenden diesen auch zielgerecht, indem sie das Kirchendach schön neu weißen. Und das gibt gleich einen ganz anderen Eindruck. Auch innen wird die Kathedrale Se grade renoviert. Dass wir aber dafür bezahlen sollen ist weniger in unserem Interesse. Der Bauzaun gibt gerade so viel frei, dass wir uns gegen diese Ausgabe entscheiden. Die Kathedrale hat wie viele Kirchen in Portugal eine wechselvolle Geschichte. Früher stand hier direkt neben der maurischen Burg eine Moschee. Nach der Reconquista als christliche Kirche erbaut wurde auch hier beim Erdbeben von 1755 alles zerstört…..

Direkt neben dieser Kirche ist die Igreja die Misericordia. An dieser würde man glatt vorbeilaufen, aber festzuhalten ist das hölzerne Altarbild, das biblische Szenen in Bezug auf Barmherzigkeit (! Name der Kirche) darstellt. Von hier ist es nicht sonderlich weit bis zur maurischen Festung. Vor der Tür steht fast passend eine Statue eines wilden christlichen Königs mit Schwert, der wohl wie wir Einlass begehrt. Wir zahlen 1,50 Euro und man lässt uns ein.

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Zivile Preise und von oben kann man sehr schön die Mauern entlang gehen und nach unten in die Stadt blicken. Das Innere der Festung ist eine Ausgrabungsstätte, man hat erst begonnen die maurische Architektur freizulegen. Was man sieht ist noch Stückwerk, verheißt aber mehr. Man sieht einen Bogen, alles mit feinen Azulejos verziert und auch die Zisterne für damalige Zeit ein Wunder für die christlichen Barbaren ist sehr gut erkennbar.

Frisches Wasser und Kühlung das ganze Jahr über erklärt uns ein Schild. Man kann die ganze Mauer die sehr gut erhalten ist entlang laufen und erhält immer neue Anblicke in die doch alte Bausubstanz der Stadt. Ab und an kommt man an einen Turm und im hinteren Teil der Festung erhält man auch einen Blick in den Hinterhof mit Zitronenbäumen. Das ganze wirkt sehr aufgeräumt und lädt zu einem Besuch wirklich ein. Nach ca. 50 min haben wir genug Bilder gemacht und das Kastel umrundet.

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Von dort geht es durch alte schmale Gassen wieder hinab auf das Flusslevel der Stadt. Auffällig sind die vielen Störche, die überall ihre Nester bauen so auch in einer alten Fabrik und über der Stadt herrscht reger Flugverkehr…..  Unser nächster point of interest ist die ehemaligen englische Korkfabrik. Hier hat man neben einem Korkmuseum den Innenhof neu gestaltet mit Bäumen und Restaurants und man kann sich vorstellen, dass hier abends doch einiges los ist.

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Die Anlage ist jedenfalls schön gestaltet. Wir gehen hingegen zurück zum Wagen und suchen noch das Kreuz des Südens oder so etwas. Groß angepriesen im Reiseführer ist das Ganze ein ziemlicher Flop. Ein unscheinbares Kreuz steht am Straßenrand. Wirklich kein Extra Foto wert. Wir machen noch einen Stopp auf dem Weg zurück auf die Autobahn, den Berg hoch sieht man noch mal schön auf die Stadt und ihre Viertel. Silves war wirklich einen Ausflug wert.

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Den späten Nachmittag machen wir nicht mehr viel und was wir machen fällt in den Bereich rund ums Hotel.Das Abendessen gibt es noch mal in Albufeira wieder in einem der bekannten Läden und das Essen ist nach wie vor gut. Lustige Musik, viele Engländer und ein Drittligaspiel, also dem Grunde nach das bekannte Programm. Wir runden den Abend ab im Pub und trinken mal noch ein zwei drei Bier….  Heute ist schließlich der letzte volle Abend zusammen. Morgen geht es eher früh ins Bett.

 ....zu architektonischen Schandtaten.....

Ponta da Piedade Portugal Portimao