Sintra

Sintra
Uns zieht es direkt weiter nach Sintra. Sintra ist der UNESCO schon 1982 auffällig und zum Weltkulturerbe erklärt worden. Auch die geistige Elite Portugals schwärmte schon seit Jahrhunderten von der entfernten (oder entrückten) Schönheit des Ortes. Jedenfalls geht es erstmal bergauf. Dann kommt man in den Ort der wirklich nett liegt und auch nett aussieht. Wie es sich gehört ist für uns gleich mal ein Parkplatz am Ortskern frei. Den nutzen wir und schauen von außen gleich mal das Schloss von Sintra den Palacio Nacional do Sintra an.

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Sehr eigenwillig. Früher stand hier einmal ein maurisches Kastell, das aber vollständig geschleift wurde. Der Palast über verschiedene Epochen erbaut vereint den Mudejar Stil mit Azulejos und dem manuelinischen (Gotik-Renaissance) Stil.Auffällig sind insbesondere die beiden Kamine der Küche die konisch nach oben zugeschnitten sind. Schön, aber ein Schloss am Tag reicht. Wir schlendern lieber ein wenig durch die schmalen Gassen und wundern uns über die teilweise schön restaurierten und die sehr zerfallenen Häuser. Auch einen schönen Spot finden wir, von dem man ganz Sintra und das Schloss sowie die ganze Ebene überblicken kann. Sehr schön. Auf dem Weg zurück zum Wagen machen wir noch einen kurzen Halt in einem netten Terrassen Lokal. Bei der Wärme hilft erstmal eine kühle Limonade.

Kurz danach geht es dann weiter den Berg hinauf durch wilde Serpentinen. Von hier sieht man auch die Festung Castelo dos Mouros direkt auf dem Berg über Sintra. Von den Mauern hat man sicher einen noch besseren Blick auf die Umgebung Sintras. Die Burg wurde mal von den Mauren erbaut, die um 850 hier die Herren waren. Schon 1147 eroberte der portugiesische König Alfons I. die Burg zurück und ließ eine christliche Kapelle errichten. Danach wurde sie nicht mehr gebraucht, denn Sintra liegt im portugiesischen Kernland und der Zerfall setzte ein. Eine letztmalige Renovierung erfolgte 1860. Ob all dem erzählen sind wir jetzt schon am Kastell vorbei und auf dem Weg zum Palacio de Pena. Palacio de la Pena? Na ja der Name sagt nicht so viel aber aussehen tut das Teil wie eine Mischung aus Disneyland und Neuschwanstein.

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Nein das ist jetzt nicht von Holger kopiert, das sieht einfach so aus…. Sehr bunt, total zusammengewürfelt. Und voll! Kein Parkplatz in Sicht. Und unverschämt teuer. Als wir endlich einen Parkplatz haben schauen wir nach dem Eintrittspreis. Und das ist irgendwie nicht zu halten. Ich wollte das Schloss nicht kaufen nur ein wenig fotografieren. Aber nachmittags um 4 noch 9 Euro nur für den Garten verlangen ist …. Egal. Lassen wirs eben. Das Schloss selbst :

befindet sich auf einem Gipfel der Serra de Sintra, eines Höhenzugs westlich von Lissabon. Unter der Regentschaft König Johanns II. wurde an der Stelle ein Mönchskloster des Hieronymitenordens erbaut. Unter Manuel I. wurde es im Stil der Manuelinik ungestaltet. 1755 zerstörte das verheerende Erdbeben von Lissabon große Teile des Gebäudes. Das Kloster wurde aufgegeben und verfiel.. Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha, der 1836 Königin Maria II.

geehelicht hatte, war von der Gegend um Sintra so sehr angetan, dass er 1837 die Klosterruine mitsamt einigen umliegenden Gehöften und einer nahe gelegenen alten Maurenfestung, dem Castelo dos Mouros, aufkaufte. Er wollte zum einen das Kloster auferstehen lassen, aber auch eine neue Sommerresidenz für die portugiesische Königsfamilie errichten. Bereits seit dem 14. Jahrhundert übersommerten die portugiesischen Könige im nahen Palacio Nacional de Sintra.
Der Palácio de Pena ist ein Märchenschloss, das verschiedene historisierende Baustile in einer derart unbekümmerten und recht zuckrigen Manier miteinander verbindet, dass er unter Kunsthistorikern nicht gut gelitten ist. Nebeneinander finden sich
Neorenaissance, Neogotik, Neo-Manuelinik und maurische Bauelemente.

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Also schaut es euch ruhig an, wenn ihr zeitig da seit und noch ein paar EUR übrig habt. Wir hingegen fahren weiter und haben Glück, dass wir auf dem waldigen Weg, der sicherlich absichtlich das Schloss verdeckt doch irgendwo eine kleine Lücke klafft, an der wir ein paar Bildchen vom Schloss aus der Ferne erhaschen können. Und das wirklich ganz umsonst…..

folgen wir doch dem Ruf des Atlantik....

Queluz Portugal Cabo da Roca