Tunbridge Wells

Tunbridge Wells

Start war Mittwoch der 04.05. Abflug Stuttgart Interntional Airport (was die Amis können können wir auch !) Zuvor war ich nie mit einem Canadair 100 jet gefolgen. Kleines Flugzeug 50 Sitze. Leider hatten wir die Sitze 49 und 50 und sassen direkt vor dem Triebwerk. Neben einer Fönwelle war ich nach den 70 min Flugzeit also taub. Da waren wir also in Heathrow. Pete kam eine Stunde später an und auch Caroline hatte es mit der U-Bahn wenig später geschafft. Auf zu  Sixt--- doch wo ist Sixt? Der Mietwagenbuschauffeur fährt und fährt. Ich dachte schon der nächste Sixt liegt in Birmingham aber doch tatsächlich ein kleiner Mietwagenshop an Terminal 4. Navigation ist leider nicht verfügbar, aber wenigstens ein Automatik. Eine Runde ums Auto- alles heil und ab die Post.

Caros Haus in Tunbridge Wells

Haaaaaaalt. Habt ihr wirklich gedacht das wäre so einfach?? Wer von euch ist jemals mit einem Auto gefahren bei dem alles verkehrtherum ist? Eben. Die Engländer (und wenige andere verirrte Länder) fahren links.... Erster Reflex – Gurt, gähnende Leere. Zweiter Griff Schaltung – autsch da war die Tür....

Aber es gelingt mir den Wagen in Bewegung zu setzen und das Gehirn auszuschalten. Zwanghaft fahre ich links.... nein nicht nach rechts.

Stadtpark von Tunbridge Wells

Das ist Tortur, aber der Weg die Motorway oder was auch immer führt uns nach Tunbridge Wells. Aussenwahrnehmung – Null..... Kreisverkehre halten mich blind gefangen in der verkehrten Welt...... Gleich tauchen bestimmt die Herzkönigin oder der verrückte Hutmacher auf. Irgendwann kurz vor dem Ziel reisst der Konzentrationsfaden mit einem lauten Knall – ich habe einem parkenden Auto den Spiegel umgeklappt. Zum Glück nichts passiert beide Spiegel heil und wir haben gleich einen Parkplatz gefunden.

Blick aus dem Wohnzimmer

Die Gasse in der wir wohnen erinnert mich stark an eine Stadt am Pazifik.. viktorianischer Stil – nein ich habe kein SF-syndrom.

Die Wohnung selbst ist – englisch – klein aber alles ist wenigstens am richtigen Platz. Telefon gibt es allerdings keines. Also 4 Tage ohne I-net. Auch das wird man überleben – hoffe ich.

 

Das Abendessen gibt’s bei Tootsie´s einem Burgerladen british Style. Trotz gegenteiliger Befürchtungen kann man die Burger essen. Aber englisches Bier gibt’s keines. Egal heute tuts auch belgisches bevor wir auf dem WZ Schlafsofa in Schlummer fallen.

skloF etiN dooG

Good Morning Ladies and Gentlemen,

 

This is our second day in splendid UK. After a silent night we awake refreshed and with Pete (Caroline is at a massage) we go looking for breakfast. One must know that Petes second hobby besides Caroline is to eat. Oh Entschuldigung, England färbt ab. Also wir parken den Wagen weg, da ab 9 Uhr drakonsiche Strafen verhängt werden und gehen in einen kleineren Park.

Parkanlagen in Tunbridge
Prince of Wales Pub Pete auf dem Weg zum Breakfast Uhrmacherreklame
englischer Rasen

Neben dem herrlichen Rasen und den schönen Pflanzen gibt es ein kleines Restaurant das Full Breakfast oder auch einzelne Teile davon zu realistsichen Preisen anbietet. First of all:

Tea. Was auch sonst. Zum Essen – Würstchen und Chips. Ja wirklich.... ist eben England. Die Würstchen haben den wunderbaren Geschmack von Sägemehl, also rein damit. Die Chips sind OK.

Danach haben Pete & Caro einen Termin bei der Hebamme. Wir gehen solange in das Victoria Shopping Center in Tunbridge Wells. Ja das ist England. Etwas kühl und zurückhaltend, aber nett. Nur die Preise sind etwas steif.... also bleibt es bei 2 Büchern und dem gefälligen betrachten der Passanten. Was ist das? Es hat 14 Grad und die Leute rennen halbnackig durch Gegend. Muss an den Sonnenstrahlen liegen die zögerlich durch die Wolken lugen. Ich denke der Engländer an sich reagiert etwas spleenig sobald er Sonne nur sieht.....

Train Station Tunbridge Well

Nachdem die beiden wieder da sind, trinken wir erstmal einen Kaffee. Wo? Bei Starbucks, die gibt es hier nämlich auch. Nach einer bunten Runde durch Tunbridge Wells machen wir uns auf nach Chartwell House. Sagt euch nichts?

Parkanlage von Chartwell House

Hier residierte The Right Honorable Sir Winston Churchill, Primeminister, wenn er nicht gerade in Downing Street No 10 weilte. Bevor man das Haus erreicht durchquert man südenglische Landschaften mit Gestüten und überall einen Rasen der seines Gleichen sucht. Kein Wunder nach 1000 Jahre Pflege. Das Haus selbst ist umgegeben von weit reichenenden Ländereien und kostet natürlich Eintritt.

Sir Winston Leonard Spencer Churchill (* 30. November 1874 in Woodstock (England); † 24. Januar 1965 in London) gilt als bedeutendster britischer Staatsmann des 20. Jahrhunderts. Er war zwei Mal Premierminister und führte Großbritannien durch den Zweiten Weltkrieg. Zuvor hatte er bereits mehrere Regierungsämter bekleidet, unter anderem das des Ersten Lords der Admiralität, des Innen- und des Finanzministers. Darüber hinaus trat er als Autor politischer und historischer Werke hervor und erhielt 1953 den Nobelpreis für Literatur.

Chartwell House
Churchills Atelier

Im Innern findet man diverse Memorabilia und Listen von Gästen aus vergangenen Zeiten. Der alte Winston wusste schon zu leben, den Weinkeller oder Whiskykeller wollte man uns aber nicht zeigen. Im Untergeschoss findet man dann eine ausgiebige Biografie und Titelsammlung. Wer mehr wissen will schaut bei Wikipedia. Im Nebengebäude sieht man dann das Maleratelier, auch das konnte er recht gut. Geblendet von so viel britischen Patriotismus verlassen wir Chartwell House. God save the Queen summen wir leise vor uns hin.

Memorial Sign Sir W. Churchill
Rasen vor Chartwell House

Nach einer weniger spektakuleren Rückfahrt auf der linken Seite (das lerne ich nie!) überlegen wir das heisst Peter was es wohl zu Essen geben mag. Die beiden empfehlen uns zu Waga Mama zugehen. Das ist kein Italiener sondern ein Japaner wo es leckere Suppentöpfe mit Gemüse, Glasnudeln und Fleischeinlage gibt. Etwas mühsam zum Essen (Stäbchen) aber lecker. Japanisches Bier (warum eigentlich?) verleiht uns die nötige Bettschwere. Morgen geht es in die Big City. Good night my dears.....

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Pete, Caro und Nicole
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