Val do Lobo und Faro

10.05.2008 Vale do Lobo und Faro
So nach der ersten Nacht im Hotel geht es nach dem Frühstück mal in die Umgebung.Heute haben wir das Tal der Wölfe und ein paar Kacheln auf dem Programm. Wollen wir mal sehen wie das so ist. Das Tal der Wölfe – Vale do Lobo hat mit Wölfen nichts zu tun, ist aber Domizil eines der schönsten Golfplätze der Welt (es gibt 2 Plätze aber der Royal Course ist derjenige welcher). In einem Village direkt am Meer gelegen hat man stets das Meer in der Nähe oder sogar im Blick.

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Besonders schön ist das Loch Nummer 16. Direkt am Meer gelegen auf einer Klippe muss man den Ball über eine 100 m breite Schlucht befördern. Wir schauen uns das gleich mal aus der Nähe an und machen auch ein paar Schlagübungen. Unsere imaginären Bälle erreichen alle die andere Seite. Jetzt kommen ein paar echte Golfer daher. Eindeutig Engländer, aber ein ganz anderes Kaliber als die trinkenden Kumpels von gestern. Sehr nett, aber im Golf noch keine Faldos. 2 Bälle fallen direkt in die Schlucht und wir überlegen, ob da unten nicht schon mehrere Tausend Bälle liegen mögen. Auch der Rest des Platzes ist ansprechend und direkt daneben liegen die Apartments oder umgekehrt?

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Jedenfalls ist die gesamte Anlage sicher ein nettes Plätzchen einen erholsamen und sportlichen Urlaub zu verbringen. Schön ist im Übrigen, dass die meisten Plätze hier ohne Mitgliedschaft bespielbar sind. Man bezahlt die Greenfee und los geht’s. Los geht’s auch für uns, weiter nach Almancil. Dort soll es eine ganz besonders schöne Kirche geben, innen vollständig ausgekleidet mit Azulejos

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Einziges Problem- wo ist denn diese Kirche? Das Navi findet sie nicht und wir fahren auch erst zweimal daran vorbei, ehe wir die Abzweigung finden. Die Kirche sieht von außen ganz normal aus, nur zwei schöne Azulejo Mosaike lassen etwas erahnen. Innen aber die Überraschung. Eintritt 2 EUR, ok, aber ein weiblicher Cerberus erklärt uns, dass Bilder streng verboten sind und mit ewiger Verdammnis bestraft wird. Ja, ja die Dame hat zu viele Videos geschaut… wir gehen andächtig hinein und Bilder kann man auch lautlos und ohne durch den Sucher zu schauen machen. Ich meine- was soll das denn? Blitzverbot kann ich ja verstehen, aber vom Bildermachen gehen die Kacheln bestimmt nicht kaputt…. .
Na gut, die Wege des Herrn sind unergründlich…. Unsere hingegen führen nach Faro.

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Faro die Hauptstadt der Algarve ist eine kleine Stadt mit einem schönen Stadion seit der EM 2004 und einem sehr umtriebigen Flughafen, an dem täglich jede Menge Jets einfliegen und die Touristen bringen. Ganz schön laut. Wir parken am Hafen, dem vermeintlichen Stadtzentrum.

Faro
Auf dem Weg in die Stadt ein wenig Geschichte? Sowohl unter den Westgoten, als auch später unter den Mauren kam es zu einem kulturellem Mix und einem friedlichen miteinander der Kulturen. Der Name Faro geht ebenfalls auf die Maurenzeit zurück und leitet sich vom Fürsten Ibn Haroun ab. 1217 wurde Faro von friesischen Kreuzrittern komplett zerstört. Alfonso III sorgte für einen Neuaufbau der Stadt. Auch die Stadtmauer um den heutigen Stadtteil Cidade Velha ließ Alfonso III errichten..

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Durch das Arco da Vila betreten wir die innere Stadt. Was gleich auffällt sind die vielen Störche die hier sowohl am Himmel unterwegs sind, als auch die vielen Nestern in denen Frau Storch eifrigst klappert…. Schön ist das…. Über einen schmalen Weg kommt man zur Kathedrale von Faro. Außen weiß und sehr schlicht, innen etwas reichhaltiger mit vielen Altären aus Holz einem schönen Seitenschiff und einer schönen Orgel deutscher Herkunft.

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Hinter der Kirche geht es weiter zum Platz Praca de Alfonso und man muss nicht lange raten, wer der Kerl auf dem Bronzesockel ist. Im Hintergrund sieht man das ehemalige Klarisinnenkloster. Mit dem Arco de Repouso endet die Altstadt bereits wieder. Das Tor ist nett, aber auch kein Ultrahighlight. Zwar sieht man auf dem weiteren Weg durch die neuere Stadt noch ein paar nette Häuser und auch ein paar schöne Geschäfte, aber insgesamt ist Faro deutlich überschätzt. Man muss das nicht gesehen haben, obwohl der Reiseführer das suggeriert. Die Strände sind vermutlich wesentlich schöner…

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Wir machen uns auf den Weg zurück nach Albufeira und gehen abends wieder zum Essen in die Stadt. Heute suchen wir einen der netten Ansprecher an der Strasse auf und eröffnen ihm, dass wir gedenken bei ihm zu speisen. Das läst er sich natürlich nicht zweimal sagen und platziert uns oben im Restaurant. Das Essen hier kann sich sehen lassen und danach gehen wir noch nebenan in den Pub und trinken ein englisches Bier. Irgendwie seltsam, man ist in Portugal und trinkt englisches Bier in einem englischen Pub. Über diesen Gedanken, den ich im Hotel weiterverfolge schlafe ich dann auch ein.

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 ....Tennis und nach Tavira.....

Albufeira Portugal
Tavira