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29.06.04 Di
Guten morgen aus der Weltstadt Escalante. Holger, Ela und Nicole gehen frühstücken, während Peter noch am Kopfschmerz vom schlechten Kissen arbeitet. Die halbe Stunde hilft zumindest teilweise und nach einem Kaffee
und einen süssen Stückchen an der Tanke sieht die Welt wieder blau aus. Also rein ins offroad Vergnügen. Hole in the Rock Road heisst das gute Stück und ähnelt eher einem Hole in the Rock Road. Und das etliche. Gut
durchgemixt kommen wir zum Devils Garden um nachzusehen ob Holgers Brille gut geschlafen hat und nicht mittlerweile eine Klapperbrillenschlange ihr Unwesen treibt. Die Suche endet schnell, weil die Brille offen am
Weg liegt und um Mitnahme bittet. Also jetzt gleich weiter zu den Felsmännchen und zum Metate Arch. Dort ist erst mal freies Schiessen angesagt. Danach ein bisschen Erkundung, was schliesslich fast auf den Arch
führt. Dort hat dann Holgers Weitwinkel Flugtag und stürzt (sich) in die Tiefe. Bange Blicke ob es noch ganz ist, sonst springt Holger womöglich hinterher. Aber es hat gehalten. Uff. Nachdem alle Fotos und noch mehr
gemacht sind holpern
wir weiter in den hinteren Teil der HITRR. Besser wird die Strasse nicht. An der Strasse 252 geht’s zu 3 Slotcanyons. Warum heisst ein Slotcanyon Slotcanyon. Wir gehen dieser Frage auf den Grund, nachdem wir
am Parkplatz fast von einer Horde Schüler überrannt werden. Sehen alle so fertig aus. Warum? Das zeigt sich alsbald. Zu den Canyons müssen wir hinab in den Canyon. Und hoch wahrscheinlich auch wieder. Über
Stock und Stein, Stumpf und Stiel hinab, schräge Felswände und Sandpfade hinunter. Der erste Canyon ist nicht so das Wahre. Zu Breit, keine Lightspots keine Kletterei. Doch der zweite Canyon erweist sich als der
Gesuchte. Peek A Boo. Indianisch, keine Ahnung was das heisst. Aber um hineinzukommen muss man erst mal richtig klettern. Trittlöcher in den Felsen, geht grade mal so. Über die nächste Hürde, lauter
Wasserlöcher und die Zuläufe, manche recht hoch. Nicole, Ela und die Fotovollaustattung machen es bis zum 3.
Tümpel (leer). Peter & Holger gehen weiter, oder kriechen oder klettern um die Ecke mit Muskelkraft und den
Bauch einziehend. Immerhin war Heidi (Nirschi) auch schon hier. Das sollten wir beinahe auch schaffen. Aber jede
Biegung bringt eine neue Biegung und wenn Peter gefrühstückt hätte wäre er vielleicht steckengeblieben. Wie
dem auch sei irgendwann endet dieser Canyon tatsächlich und Holger und Peter klettern rechts hinaus. Und das ist gut so. Denn wir hatten uns schon überlegt wie man aus dem Canyon wieder hinauskommt. Irgendwie finden
die beiden einen Weg von der Mesa hinab und kommen wieder von vorne an den Canyon um in einer Hebe, Rutsch und Trageaktion Frauen und Fotos aus dem Canyon zu hieven. Jetzt wieder hoch zum Parkplatz, auch das
gelingt, zum Glück sind doch bereits bedrohliche Wolken am Himmel aufgezogen. Schnell raus aus diesem Loch
und tatsächlich justament als wir die geteerte Strasse erreichen, entleert sich der Himmel in einem kurzen aber
heftigen Wolkenbruch. Egal, nächstes Ziel Hoodoos. Die mit den Kröten. Die Wolken begleiten uns zwar halten aber dicht. Also gehen wir los zu den Toadstools. Schöne Kerlchen. Noch kurz um die Ecke geschaut, doch was
ist das. Tröpfel tröpfel, es nieselt, nicht schlimm, doch, der weiche Boden wird zur Schmierseife. Igitt, aber bis auf
ein paar Schlammspritzer kommen wir gut zum Wagen. Ab nach Page. Einchecken im Days Inn. Essen in Volkers Stammlokal. Dam Bar and Grille. Falscher Name, müsste wohl DAMNed Bar & Grille heissen. Weil, der
Service taugt nichts, Essen dauert ewig, trinken wird nicht refillt. Salat kommt nach dem Essen und zum Schluss gibt’s noch die falsche Rechnung. Na Prost Mahlzeit.
Spruch des Tages: „ die sind den Salat wohl grade pflücken gegangen“ (Peter als das Steak weg ist und der Salat noch immer fehlt“
Hotel Days Inn & Suites ** (hellhörig, aber gute Waschmaschinen)
Meilen: 253,5
30.06.04 Mi
Noch mehr Hoodoos.
Eigentlich wären heute die SCB drangewesen, aber es hat gestern ja wie beschrieben geregnet. Hmm, etwas unentschlossen gehen wir nach langer langer Zeit mal wieder zu Denny´s. Irgendwann ruft Peter das BLM an und
lässt sich bestätigen, dass die Off Roads im wesentlichen befahrbar sind. Trotzdem SCB bleibt ein Risiko und
wir entscheiden uns lieber für die Kleingeister. Valley of White Ghosts also den Jeep gesattelt und losgetigert.
Aber zuerst zum Horseshoe Bend. Völlig überlaufen hier. Ströme von Touris hier draussen. Wir laufen hinunter,
das Thermometer steigt. Vorne wirkt alles wie immer, aber wir wundern uns, dass immer noch keine Zäune an der Rim stehen. Irgendwann schmiert hier bestimmt einer ab, gerade wo immer mehr Leute hierher kommen. Nach
diversen Bauchliege in die Knie geh uns sonstigen Aktionen um das beste Foto zu machen sind die Motive
erschöpft. Also ab und weiter, raus aus Page, rüber nach Utah. Alsbald rein in die Cottonwood und dann auf einen
Trampelpfad. Als dieser endet wird es richtig nett. Ratterpisten, Löcher in der Strasse und Washs die heute aber keinen Waschtag haben. Dazu noch Viehgatter, die sich als blutrünstige Monster er weisen und Holger in den
Finger pieksen. Doch nichts hält uns auf und wir kommen zum Flussbett. Der Flussherr ist wohl grade im Urlaub und das Bett steht leer. Ordnungsgemäss parken wir den Wagen und gehen
die letzte Meile zu Fuss. Die Sonne und die Hitze begleiten uns oder ist das Hoodoo Fieber. Jedenfalls finden wir die erste Gruppe der Hutträger, bezaubernd, aber vergänglich. Unterspült
und die Hüte sind vom Fall bedroht. Den beiden anderen Hoodoo Gruppen ergeht es nicht viel besser, aber wir sind mehr als zufrieden die Jungs hier noch gesehen zu haben. Der Weg
zurück ist noch trockener. Am Auto erst mal den Wassertrank leersaufen, dann geht’s zurück in die reale Welt, zurück aus Hoodoo Wonderland. Wir haben die ganze Zeit drauf gewartet,
dass von der anderen Seite ein 4 spuriger Highway hinführt und die Giftshops nur auf uns warten. Zurück nach Page und wir checken in die Wahweap Marina Lodge ein. Danach zum
Hausbootrental und einchecken. Morgen geht das grosse Abenteuer auf dem Lake los. Wir sind sehr gespannt. Schnell noch mal echtes Essen einwerfen, wer weiss schon wie das mit
einem Hausboot so klappt. Stromboli heisst der Italiener. Gute Pizzen und ziemlich gross. Am Nebentisch Holländer. Trinken die aus Freude oder aus Frust, haben doch heute gespielt. Die
Hälfte der Pizzen nehmen wir mit heim. Das Bier tragen wir der Einfachheit halber schon im Bauch ( 2 Pitcher). Zurück in der Marina irgendwann die gute Nachricht. Portugal im Finale.....Na dann Prost und gute Nacht.
Spruch des Tages: “und Holland fährt nach Hause” (Peter freudestrahlend nach dem Sieg der Portugiesen) Was
hätten wir auch gemacht, wenn Frau Antje, Rudi Carell und Linda de Mol ins EM Finale gekommen wären.
„aus Holland kommt nur Käse“ (Peter ebenfalls zu den Holländern) Wer Peter kennt weiss, wie sehr er Käse liebt ;-) ;-) ;-)
Hotel: Wahweap Marina Lodge ( im Hausboot Paket includet)
Meilen: 103,1
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